Mittwoch, 8. August 2012


Beringer Vineyard


1868 wanderte Jakob Beringer nach Amerika aus. Er verließ seine Heimatstadt Mainz und folgte seinem Bruder Friedrich, der fünf Jahre zuvor in New York angekommen war. Seine Schilderungen in den Briefe klangen verlockend. Euphorisch berichtete er von der Neuen Welt und ihren großartigen Möglichkeiten. Doch Jakob wurde in New York nicht heimisch. Früher in Deutschland hatte er in den Weinbergen und Kellereien der Winzer gearbeitet. Dabei hatte er sie reden gehört vom warmen, sonnigen Klima Kaliforniens, ideal für die Ernte schöner Trauben. Dorthin zog es ihn.
1870 entdeckten die Brüder Beringer das Napa Valley, ein Weinparadies mit perfekten geologischen und mikroklimatischen Bedingungen. Schon 1875 erwarben sie in St. Helena ihr erstes, 87 Hektar großes Weingut. Beringer wurde Napas älteste Winery. Im Prohibitionsjahr 1918 erhielt sie eine Sondergenehmigung der Regierung für die Produktion von Altarweinen. Heute sind Ed Sbragia und Bob Steinhauer die verantwortlichen Winemaker. Ihr Ziel ist es, aus heimischen Trauben und bestens angepassten internationalen Rebsorten atemberaubende kalifornische Weine zu erzeugen.

Das Angebot vom Weingut Beringer Vineyards besteht aus einem Roséwein und einigen Weiß- und Rotweinen. Der mineralische Chardonnay Stone Cellars harmoniert mit asiatischen Speisen, wohingegen der Founder's Estate Chardonnay mit seinen Frucht- und Vanillearomen hervorragend zu Gemüsegerichten passt. Die kräftigen Rotweine vom Weingut Beringer Vineyards schmecken nach Beerenfrüchten, Nüssen, Gewürzen oder leicht schokoladig. Der ideale Begleiter zu sommerlichen Speisen ist der einzige Roséwein vom Weingut Beringer Vineyards, der Zinfandel Rosé mit duftig-fruchtigem Bukett.
Die Rebflächen vom Weingut Beringer Vineyards liegen in den Höhenlagen der Howell Mountains und im tiefer gelegenen Gebiet Los Carneros. Der poröse Boden der Howell Mountains ist vulkanischen Ursprungs. Er speichert kaum Tageswärme, wodurch ein deutlicher Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur entsteht. Das sorgt für einen ausreichenden Säuregehalt der Trauben. In Los Carneros sind die Böden dünnschichtig und nicht sehr fruchtbar. Niederschläge sind selten, doch es wehen stetig kühle Brisen aus der nahen Bucht.

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Sonntag, 29. Juli 2012

Weingut Karl May: Winnetou lässt grüßen

Das Weingut Karl May trägt einen berühmten Namen. Ganz in diesem Sinne produziert der Betrieb auch seine Weine. Das Aushängeschild: die Blutsbrüder.

2011er Karl May Blutsbruder "für immer vereint" Weiss

 


Weisswein /  Deutschland - Rheinhessen - Osthofen / Weingut Karl May

 
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Der neue Karl May Blutsbruder "für immer vereint" Weiss leuchtet goldgelb mit kräftigen und üppigen Reflexen im Glas. Das Bukett zeigt Aromen von Zitrusfrüchten, Papaya, Akazienhonig, frischer noch fast unreifer Mango sowie etwas Brioche, schwarzem Tee, Karamell, ein zarter Hauch von Mokka und Birkenasche. Am Gaumen zartseidig, samtig, elegant, mit cremiger Textur, ein Schmeichler mit mineralischem Nachdruck und trinkfreudigemAbgang

Text BELViNi.DE

Wenn zwei Brüder in Winnetou-Old-Shatterhand-artigem Einvernehmen in der ewigen Weite des Wonnegaus ein Weingut bewirtschaften, das echt und ehrlich „Karl May“ heißt, dann muss es dort doch Weine Namens „BLUTSBRUDER“ geben. Jetzt auch in Weiß!

Bewertung & Awards
BELViNi.DE 2012: 90+ Punkte für 2011
Sterne: Kunden-Bewertung 

Daten
RebsorteSauvignon Blanc | Riesling | Silvaner
Geschmacktrocken
Kunden-Punkte: 5
schon trinkbar: gut
vorher öffnen: nein
trinkreif ab: jetzt
lagerfähig bis: 2019
Restzucker: 4,1
Gesamtsäure: 6,9
Alkoholgehalt: 13,0 % vol.
Trinktemperatur: 6-11

Samstag, 28. Juli 2012

Verkostungsnotitzen


Eugen Müller Forster Jesuitengarten Riesling Kabinett trocken 2010

Stephan Müllers Kabinett aus dem Jesuitengarten ist immer eine Klasse für sich - sowohl stilistisch als auch in Sachen Ausdruck und Konzentation ein Grenzgänger zwischen Kabinett und Spätlese ein immer wieder beeindruckender Riesling!
Zitrusduft, Apfel, Pfirsich, würzige, süßliche Frucht mit präsenter Säure, etwas Nachhaltigkeit am Gaumen, im Hintergrund Kräuter und Mineralik, gewisser Schliff, ordentlicher bis guter, wieder auch mineralischer Abgang

Markus Pfaffmann, Grauburgunder QbA trocken 2011

Im Glas präsentiert dich der Markus Pfaffmann Grauburgunder mit einer schönen hellgelben Farbe. In der Nase zeigen sich leicht krautige Noten, die frisch und jung wirken.

Am Gaumen überzeugt uns der Wein mit erfrischend, anregenden Fruchtaromen, angenehmer Mineralität und unwahrscheinlicher Lebendigkeit. Sein Finale ist unglaublich knackig und voller Frucht, wodurch er der ideale Begleiter zu frischen Salaten, Gemüseaufläufen oder Spargel ist

Bergdolt-Reif & Nett Tradition Riesling 2010


Im Glas wirkt der Riesling blassgelb. Er hat einen leichten Grünstich. Sein Bukett wird bestimmt durch Apfel und Pfirsiche. Geschmacklich wiederholt sich der Eindruck. Knackiger Zitrus-Apfelduft mit frisch-pflanzlichen Noten, spritziger, schlanker Typ, sehr feine Frucht, präsente Säure, ordentlicher Abgang.


Freitag, 27. Juli 2012

Soll man Rotwein bei Zimmertemperatur trinken?


Diese Regel sollten Sie nur befolgen, wenn Sie in einem alten Schloss mit dicken Wänden wohnen, in dem es im Sommer immer kühl ist und das man im Winter kaum warm bekommt. Zentral beheizte, wohlig warme Wohnzimmer sind dagegen Aromatöter für jeden Wein.
Die richtige Trinktemperatur variiert von Wein zu Wein. Einem schweren Bordeaux oder Shiraz können Sie Temperaturen bis etwa 18 Grad zumuten, das sind etwa drei Grad Celsius unter Wohnzimmertemperatur. Mit jedem Grad darüber wird der Alkoholgeschmack dominierend, und die flüchtigen Aromen verfliegen.
Lesen Sie hier den ganzen Artikel:http://www.zeit.de/2012/27/Stimmts-Rotwein

Mittwoch, 25. Juli 2012

Bester Rosé Portugals


Niepoort Redoma Rosado 2011

 
Rosé, Touriga Franca, Tinta Amarela, Portugal
Bester Rosé Portugals 2011: Bereits zum zweiten Mal ereilt ihn diese Ehre! Gehaltvoller Rosado mit Holzwürze und Fruchtfinesse
1999 knallte der Startschuss für diesen außergewöhnlichen Rosé, der seit seinen Gründungstagen eine rosarote Sensation ist: DerNiepoort Redoma Rosé ist ein Wein mit eigenem Charakter, der das Douro-Tal bestens repräsentiert.
Rosé gehört zum Sommer wie Bonnie zu Clyde. Aber aufgepasst! Wir haben es hier nicht mit der 08 15 Variante zu tun, mit der man sonst leicht den Durst löscht. Der Redoma ist ein gestandener Wein! Er hätte auch ein ausgewachsener Roter werden können. Alte Reben, viel Gehalt, Vergärung im Holz: Hier ist Stoff dahinter, aber eben auch die frische Brise, die ein Rosé braucht, um zum Hit zu werden. Die Nase zeigt eine komplexe Waldfrucht. Im Mund dann ein gutes Rückgrat, das ihm der Ausbau in Barriques vererbt hat. So füllig und opulent kann der Wein auch schon mal kräftige Speisen begleiten. Durch die schöne Säure und eine klare, feinwürzige Frucht ist er aber eben auch ein trinkanimierender, süffiger Wein. Mal ein etwas anderer Vertreter der Gattung Rosé! Das hat ihm auch vor Kürze auch den Sieg als bester Rosé Portugals 2011 eingebracht – zum zweiten Mal in Folge! Der tiefgründige und kräftige Wein passt perfekt zu herzhaften Aufläufen, gefüllten Pilzen oder auch mal zum pikanten Räucherschinken
m September wurde per Hand gelesen. Die Gärung erfolgte in neuen Eichenfässern und die Reifung 5 Monate in Edelstahltanks ohne malolaktische Gärung, um genügend Frische und Säure beizubehalten und um die Struktur und Volumen der alten Reben auszubalancieren. Diese sind zwischen 30 und 60 Jahre alt.

Das Weingut

Der Port ist zum Kultgetränk in den New Yorker Szenebars aufgestiegen, der Tafelwein verzückt die Fachwelt: Dirk van der Niepoort feiert mit seinen Produkten aus dem portugisischen Douro-Tal weltweit Triumphe.
Dirk leitet in fünfter Generation das heute 164 Jahre alte Traditionshaus Niepoort Vinhos im Duoro-Tal. Geweckt wurde sein Interesse an Wein als er bei Mövenpick in der Schweiz arbeitete, erzählte der Winzer dem Journalisten Harald Schwarz. Bei seiner Arbeit sei er auf ein Weinbuch für den internen Gebrauch gestoßen. Das habe ihn nicht wieder losgelassen. Doch: Früher oder später wäre ohnehin der Groschen zugunsten der Weinleidenschaft gefallen, eröffnete Dirk van der Niepoort dem Leserpublikum der Süddeutschen Zeitung.
Nach Lehr- und Wanderjahren in vielen Teilen der Welt brachte Dirk van der Niepoort 1987 seine gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke ein. Er war in Australien und Neuseeland, Südafrika und Kalifornien. In sieben Sprachen kann er sich verständigen. Heute gilt er als einer der innovativsten, unkonventionellsten und erfolgreichsten Weinmacher Portugals.
Wenn man früher über Niepoort sprach, dachte man vorrangig an Portwein, der hier seit fünf Generationen erzeugt wird. Niepoort ist zwar „nur” eines der kleinsten Portweinhäuser, dafür aber auch eines der feinsten. Der »Wine Spectator« verglich die Rolle von Niepoort einmal mit der von Krug in der Champagne: klein, aber fein, von einer Qualität, wie sie nur wenige Produzenten erzeugen.

Hier gibt es die Weine  von Niepoort:


Vinexus - 4000 Weine aus aller Welt

Dienstag, 24. Juli 2012

Chateau Mouton Rothschild


Das Château Mouton-Rothschild in Pauillac bei Bordeaux ist eines der berühmtesten Weingüter der Welt. Es liegt im Norden der Gemeinde Pauillac, die Teil der übergeordneten Appellation Haut-Médoc ist.
Das Gut ist im Besitz des ursprünglich englischen Zweiges der Bankierdynastie Rothschild. Bei der Bewertung der Weingüter von Bordeauxanlässlich der Weltausstellung in Paris 1855 wurde die Stellung von Mouton mit dem Rang eines Deuxième Cru Classé gewürdigt. 1973 wurde durch den damaligen französischen Landwirtschaftsminister Jacques Chirac Mouton umgestuft zu einem der fünf Güter in der Kategorie Premier Cru Classé.
Die Eigentümerin Philippine de Rothschild-Sereys und ihre Söhne sind Mitglieder der Primum Familiae Vini, ein weltweiter Zusammenschluss traditionsreicher, führender Familienunternehmen für Weinanbau und -handel.
Mouton besitzt 82 ha Rebfläche, die zu 77 % mit Cabernet Sauvignon, zu 12 % mit Merlot, zu 9 % mit Cabernet Franc und zu 2 % mit Petit Verdot bestockt sind. Die mittlere Bestockungsdichte liegt bei 8.500 Rebstöcken je Hektar und das durchschnittliche Alter der Reben liegt aktuell (Stand 2007) bei 48 Jahren. Hieraus werden jährlich ca. 300.000 Flaschen des Erstweines und eine unterschiedliche Zahl an Flaschen des Zweitweines „Le Petit Mouton“ gefüllt. Mouton hat auch einen kleinen Anteil Weißwein namens Aile d’Argent (nicht in obigen Anteilen enthalten), der 18.000 bis 24.000 Flaschen ergibt. Dieser Wein stammt von Reben einer fast 4 Hektar großen Parzelle. Hauptrebsorten sind Sémillon (aktuell 57 %, Stand 2009) und Sauvignon Blanc (42 %), dem ein Anteil Muscadelle beigefügt ist.
Sowohl Château Mouton-Rothschild als auch das weiter nördlich an der Grenze zu Saint-Estèphe gelegene Château Lafite-Rothschild liegen auf einer bis zu 30 Meter hohen Kuppe. Die mehr als acht Meter mächtige Kiesauflage dieser Kuppe ruht auf einem Kalksockel. Dieser Deckenschotter stammt aus Ablagerungen der nahegelegenen Gironde, die zu Ende der Günz-Kaltzeit aus den Pyrenäen fluvoglazial angeschwemmt wurden.
Auf diesem Boden gedeiht die Rebsorte Cabernet Sauvignon vorzüglich. Neben der Tatsache, dass es sich um einen ausgesprochen kargen Boden handelt und die Erträge somit auf natürliche Weise reduziert sind, trägt der durch den Kies begünstigte Wärmehaushalt der Rebfläche zu einer früheren Reife der Rebsorte bei. Durch die mächtige Kiesauflage ist die Rebpflanze gezwungen, die Wurzeln sehr tief in den Boden zu treiben; das Angebot der Nährstoffe ist dabei vielfältiger und beeinflusst in geringem Maße die Aromenvielfalt des Weins. Die Rebparzellen von Mouton-Rothschild verfügen darüber hinaus über eine hervorragende Drainage zum Vallon du Poujalet hin.
Die Summe der förderlichen Elemente erklärt den außergewöhnlich hohen Anteil von fast 80 % Cabernet Sauvignon im Wein des Gutes.