Dienstag, 18. Februar 2014

Gibt es weiblichen und männlichen Weingeschmack?

Trocken, feinherb oder eher lieblich? Wie soll der Wein sein? In den letzten Jahren ist Rosee eine echte Trend-Trink-Farbe für Frauen geworden. Doch: Gibt es das überhaupt? Weiblichen und männlichen Weingeschmack? Auf der Weinmesse "RendezVino" in Karlsruhe sind Natalie Lumpp und Gaby Damasko dieser Frage nachgegangen:

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Montag, 17. Februar 2014

Mord während des Bad Dürkheimer Wurstmarkt

Ein Buchtipp:

Weinstraßengold von Markus Guthmann

Weinstraßengold

Auf dem »Wurstmarkt« in Bad Dürkheim, dem größten Weinfest der Welt, herrscht Ausnahmezustand. Während die einen ausgelassen feiern, segnen andere das Zeitliche. Zuerst stirbt eine junge Frau, die gute Aussichten hatte, Deutschlands erste dunkelhäutige Weinkönigin zu werden. Dann wird ein Waffensammler durch eine Mine ins Jenseits befördert. Während die Presse einen terroristischen Hintergrund unterstellt, ermittelt Staatsanwalt Röder an der sonst so friedlichen Deutschen Weinstraße, bis ihn eine heiße Spur in die Eifel und zurück in die Nachkriegstage führt. Dort stößt er nicht nur auf ein lange gehütetes Geheimnis, sondern gerät auch einmal mehr in Lebensgefahr.

Das sagen die Leser

Da mir die vorangegangenen Krimis dieser Reihe auch schon gefallen haben, habe ich mich auf diesen gefreut und sein Erscheinen herbeigesehnt, und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Es ist ein typischer Krimi dieser Reihe mit interessanter, spannender Kriminal-Geschichte, die auch offensichtlich bestens recherchiert ist; diesmal nicht mit einem großen Komplott oder einer riesigen Verschwörung, wie sie kaum in das Milieu und die Gegend passt, sondern mit einem genau passenden, facettenreichen Plot.
Aber vor allem gefallen mir die liebevollen und detailreichen Beschreibungen der Region, vor allem der Vorderpfalz, hier besonders des Bad Dürkheimer Wurstmarktes (ein Volksfest und das größte Weinfest der Welt) - und was noch interessanter ist, die Beschreibungen der Personen und ihrer Lebensumstände.

 




Sonntag, 16. Februar 2014

Brad Pitt und Angela Jolie planen einen Rotwein "Super Provence"


miraval
Der "Super Procence" im Stil eines "Super Toskaner" könnte auch ein Vins de Franc werden. (© Chateau Miraval)
FRANKREICH (Correns) - Das Schauspielerpaar Pitt & Jolie, das zusammen mit der Familie Perron das Chateau Miraval (nördlich von Grignoles im Department Var der Procvence) führt, plant einen Rotwein als "Super Provence" im Stil eines "Super Toskaner" zu lancieren. Die Trauben sollen von Anlagen stammen, die ab nächstem Jahr außerhalb der Grenzen der Apellation neu angelegt werden.
"Wir glauben, dass die Toskana und die Provence viele Gemeinsamkeiten haben. Angefangen vom Klima und der Nähe zum Meer bis zu den Böden", sagt Marc Perrin. "Wir haben hier ein Terroir, das geeignet ist einen Rotwein stilistisch wie einen Super Toskaner hervorzubringen. Allerdings befinden sich einige unserer besten Terroirs mit kargem Kalkstein an Hängen mit schützenden Waldkuppen außerhalb der traditionellen Herkunftsbezeichnung Coteaux Varois und Côtes de Provence."
Im Tal wo Château Miraval seine Rebanlagen hat wurden rund 500 Hektar nach einer geeigneten Anbaufläche untersucht. Die bekannten französischen Geologen Claude und Lydia Bourguignon haben gleich drei ideale Bereiche ausgemacht. "Wir werden mit verschiedenen Rebsorten experimentieren, darunter Syrah, Mourvèdre und Cabernet Franc sowie noch einige andere", sagt Marc Perrin. "Wenn uns der Zugang zu einer Appellation wg. der Lagen verwehrt wird, dann wird es ein Vins de Franc werden. Auf welche Rebe wir uns dann letztlich konzentrieren ist noch nicht entschieden."
Der Verkauf des Rosé Miraval, auf den sich das Gut konzentriert, läuft derweil sehr gut. Rund 20 Prozent der 50 Hektar hat Château Miraval mit roten Sorten im Ertrag. Fast das gesamte rote Traubenmaterial wird für den Rosé verwendet. Auch diejenigen Händler, die sich bereits in eine Warteliste eintragen ließen, werden dennoch nur eine eingeschränkte Menge des Rosé bekommen, dessen gesamte Produktionsmenge auf 200.000 Flaschen begrenzt ist. Der durchschnittliche Preis des Rosé Miraval beläuft sich im europäischen Raum auf 22 Euro. (red.yoopress)
 
Quelle: Yoopress/Decanter

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Freitag, 14. Februar 2014

Weine von Aldi, Lidl, Penny & Co.: Große Namen, wenig Geschmack

Jürgen Röder, Weinexperte des Handelsblatts, hat zu Weihnachten mit Freunden Weine aus Discountern probiert. Hier sind seine Bewertungen die sich zu 100 % mit meinen Erfahrungen decken:

Große Namen, wenig Geschmack
Wer für die Feiertage Weine aus den Top-Regionen trinken will, findet bei den Discountern ein vielfältiges Angebot. Doch was taugen diese Tropfen? Meine Freunde und ich haben einige einem „Geschmackstest“ unterzogen.

Weine aus den Discountern wie Aldi, Lidl, Netto, Penny oder Norma erfreuen sich großer Beliebtheit. Es gibt sogar ein spezielles Buch, das jährlich erscheint und sich mit einem besonderen Stil ausschließlich mit diesen Weinen beschäftigt, die in Discountern und Supermarktketten angeboten werden. In dieses Buch „Super Schoppen Shopper“ werden insgesamt 1500 Weine beschrieben.

Spätestens im Monat Dezember erhöht sich das Angebot der Billigheimer. Dann liegen in den Regalen dort die Weine für das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel. Die Preise für diese Tropfen liegen meist über denen des ständigen Angebotes, mit vielversprechenden Namen aus den Top-Weinregionen Europas. Doch halten die Namen, was sie versprechen? Um Antworten auf diese Frage zu geben, habe ich vier „teure“ Weine aus verschiedenen Discountern gekauft und anschließend mit acht befreundeten Weinliebhabern verkostet.
 
Lagar de Robla, 2008, Vino des Arganza Spanien Vino de la Tierra de Castilla y Leon, gekauft beim Discounter Norma für 5,99 Euro
Dieser Wein, ein Landwein aus dem Nordwesten Spaniens, wirbt mit 91 Punktendes weltweit einflussreichsten Weinkritikers Robert Parker – was übersetzt heißt: ein hervorragender Wein. Doch davon haben wir bei der Verkostung nichts gespürt. Kaum ein Aroma in der Nase, anfangs auf der Zunge noch einigermaßen süffig, aber anschließend ohne Nachhall und Power.
 
Und die angeblich 18 Monate lange Reifung in amerikanischen Eichenfässern hat dem Landwein auch nicht geholfen. Für mich, der gerne spanische Weine trinkt, und hier aufgrund der klimatischen Bedingungen einen kräftigen Weine erwartet hat, eine Enttäuschung.
Selten habe ich Wein erlebt, bei dem die Parker-Punktezahl und mein Geschmacksempfinden so extrem gegensätzlich sind. Wie kann das sein? Sind die Punkte echt? Ja, denn sie wurden so im Parkers Wine Advocat veröffentlicht. Wurden Sie vielleicht gekauft? Das weiß man nicht, und man wird es nie herausfinden.
Denn es gab vor zwei Jahren bereits einen Skandal, wobei der Ruf der Parker-Benotungswelt speziell für Weine aus den spanischsprachigen Ländern geschädigt wurde. So soll Geld von Kellereien geflossen sein, um damit an Tastings des Parker-Benoters Jay Miller mitmachen zu dürfen. Angeblich sollen allein in der spanischen Region Murica 30.000 Euro geflossen sein, und für das Geld soll es hohe Parker-Punktzahlen gegeben haben.
Schließlich benötigt die spanische Weinbranche hohe Parker-Punktzahlen, um die fehlende Nachfrage angesichts der Wirtschaftskrise im eigenen Land durch Exporte wieder wettmachen zu können. Und eine hohe Parker-Punktzahl sorgt immer noch für hohe Umsätze.

Châteauneuf du Pape 2012, gekauft bei Aldi für 9,98 Euro

Wenn ich einen Châteauneuf du Pape aus dem Weinbaugebiet des südlichen Rhônetals trinke, dann erwarte ich einen wuchtigen Wein mit reifen Aromen von Beerenfrüchten und komplexen Gewürzen sowie einem relativ hohen Alkoholgehalt. Der hier produzierte Rotwein hat einen hervorragenden Ruf und wird oft als einer der besten Weine überhaupt bezeichnet.

Doch das haben ich sowie meine Freunde beim Aldi-Wein nicht erkannt. Der zeigte sich im Glas ungewohnt hell, der Duft verhalten und nicht komplex. Der Wein schmeckte nach zarter Frucht, hatte etwas Säure und nur wenig Gerbstoffe. Es war ein einfacher Wein, der sogar etwas Charme hatte. Aber er war nicht vergleichbar mit einem „klasssischen“ Châteauneuf du Pape; was natürlich auch mit dem Jahrgang zusammenhängt.
Getrunken werden kann dieser Wein eigentlich erst nach drei Jahren, gute Jahrgänge können über mehrere Jahrzehnte gelagert werden. Da kann ein Jahr alter Aldi-Wein nicht mithalten. Für das Geld gibt es beim Discounter oftmals bessere Weine aus dem südlichen Rhônetal – bei denen nur nicht der große Namen Châteauneuf du Pape auf dem Etikett steht.

Saint Emillion Grand Cru 2010 Grand Vin de Bordeaux, gekauft bei Lidl für 8,99 Euro
Ein großer Bordeaux-Wein, ein großes Gewächs. So steht es auf dem Etikett. Aber leider lässt der Wein derzeit nur erahnen, dass er aus der weltweit größten zusammenhängenden Region für Qualitätsweine stammt; denn der Jahrgang 2010 ist für das Weihnachtsfest 2013 eher nicht geeignet.

 Dieser Wein, eine Cuvée aus Merlot, Cabernet Franc und ein bisschen Cabernet Sauvignon muss noch ein paar Jahre reifen, um unter anderem den noch recht hohen Säureanteil abzubauen. Dabei schmeckte dieser Wein gar nicht so schlecht, obwohl ich anfangs im Glas wenig gerochen habe. Ich hätte die Flasche lieber Ende 2014 aufmachen sollen.

Contessa Paolina Barolo 2009, gekauft für 8,99 Euro bei Penny


Für mich ist der Barolo immer noch einer der besten Weine überhaupt. Dabei ist die Nebbiolo-Traube, aus der dieser Wein gemacht wird, nicht so leicht zugänglich. Der Nebbiolo gehört zu den am langsamsten reifenden Weinen, aber damit auch zu denen, die ihre Qualität am längsten behalten. Bereits nach den drei Jahren, die ein Barolo reifen muss, zeigt sich die Traube von ihrer besten Seite.
Barolo-Weine aus der italienischen Region Piemont kosten mindestens 20 Euro - das weiß ich nach mehreren Urlauben dort. Manche Top-Erzeugnisse sind nicht unter 200 Euro käuflich zu erwerben. Kann der Penny-Wein, der nur einen Bruchteil kostet, mithalten? Jein, lautet meine Antwort. Der Wein aus dem Penny-Regal ist kein schlechter, sondern ein Wein ohne Tadel, der auch nach der Nebbiolo-Traube schmeckt. Er roch sehr angenehm, auch die Tannine waren zu schmecken.

Trotzdem ist es nur ein „Barolo light“, denn es fehlten die Opulenz, die mächtigen, warmen Gerbstoffe und die noble Frucht, die eigentlich einen guten Barolo ausmachen. Dennoch war ich überrascht vom Penny-Wein und vor allem von seinem Preis. Offenbar ist das Angebot so groß und die weltweite Nachfrage geringer, so dass Barolo-Weine so preisgünstig angeboten werden können.

Fazit: Nein, diese Weinen konnten ihren Ansprüchen nicht genügen – zumindest nicht denen, die mit dem Etikett verbunden sind. Es waren – vielleicht bis auf den spanischen Wein Lagar de Robla – keine grundsätzlich schlechten Tropfen. Aber bevor ich einen Châteauneuf du Pape für 9,99 Euro kaufe, kaufe ich lieber einen vom Anspruch her einfacheren Wein.

Weinkaufführer Supermarkt - Einkaufsführer und Informationsquelle rund um den Kauf von Wein im Supermarkt

Weinkaufführer Supermarkt - Einkaufsführer und Informationsquelle rund um den Kauf von Wein im Supermarkt - Dieter Freiermuth
 
Soll man im Supermarkt Wein kaufen oder nicht?
Die Antwort gibt bereits der Markt. Über 70 % aller Weine werden über
die Supermärkte verkauft. Allein der Marktführer Aldi verkauft jede 5.in Deutschland getrunkene Flasche Wein.
Dieter Freiermuth, Winzersohn aus Bad Dürkheim/Pfalz und Weinfachberater bei Globus stellt Ihnen in diesem Buch 100 empfehlenswerte Weine aus den verschiedenen Supermärkten vor, damit Sie Reinfälle beim Weinkauf vermeiden.
Vom unkomplizierten Alltagstropfen bis zu Spitzenweinen von VDP Weingütern ( Ja, auch die gibt es inzwischen im Supermarkt ) finden Sie Empfehlungen in diesem Buch.

Hier können Sie das Buch für 9,99 € bestellen


Mittwoch, 12. Februar 2014

Cooler Kultwein Fattoria Kappa aus der Toskana

Kult, Kult, Kult… und deshalb kaum zu bekommen! Spricht man über den Fattoria Kappa Toscana 2011, dann sind alle Weinfreaks wie elektrisiert. Insbesondere die Weinbar- und Restaurantszene von München bis Berlin hat einen Narren an dem Wein aus der Toskana gefressen. Und der Hype kommt nicht von ungefähr, verbirgt sich doch hinter dem Projekt Fattoria Kappa kein Geringerer als Manfred Klimek alias Captain Cork, der viele Jahre mit seinem Weinblog für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Der nennt seinen Bolgheri-Rosso schlicht ‘Volkswein’ und rockt damit die etablierte Supertuscan-Fraktion. Cool, cooler, Kappa!

Fattoria Kappa Toscana 2011




Was für ein geiler Widerspruch… Weinguts-Besitzer Manfred Klimek alias Captian Cork, der die Fattiora Kappa mit Freunden zusammen besitzt, nennt seinen Wein ganz salopp 'Volkswein', obwohl er aus dem noblen Bolgheri stammt und bei jeder Probe locker als veritabler Supertuscan durchgehen würde. Typisch für den leidenschaftlichen Querdenker, denn die Wahrheit zeigt sich bei ihm immer im Glas und nicht auf dem Etikett! Und als wahrhaftiger Wein kommt auch der kultige Kappa ins Glas, der zurzeit für Furor in den angesagten Weinbars und Restaurants Deutschlands sorgt. Man kann sich glücklich schätzen überhaupt mal eine Flasche dieses coolen Italostoffs zu ergattern, der zugegeben, viel, viel Bolgheri bietet für seinen Preis.

Mit einem dunklen Rubinrot mit violettem Saum steht er im Glas. Das brodelnde, wild-würzige Aroma mit schwarzen Kirschen, Pflaumenkompott, Schlehe, neuem Leder, Haselnuss und Gewürzen fordert die Nase heraus. Selten macht ein Bouquet so neugierig auf den Wein wie dieses. Am Gaumen mit kernigem Weinsäuregerüst, großartiger Fruchttiefe, würzigem Kräutergout, aber auch filigranen Fassnoten, Toast und Tabak. Im Nachhall überraschend zugänglich, charmant, ganz der Italiener.
Ein Wein für echte Freaks, die sich erst jenseits der Trampelpfade richtig wohlfühlen.


Das Weingut




Fattoria Kappa ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Journalisten Stefan Klasmann, des Fotografen Manfred Klimek (der in der Weinszene vor allen als Captain Cork bekannt ist) und des Önologen Andrea di Maio in Bolgheri und dem benachbarten Castagneto Carducci. Das berühmte Anbaugebiet liegt in unmittelbarer Meeresnähe, hat ein mildes Klima und Böden die von Mineralien, Eisen, Muschelkalk und Schwemmsand geprägt sind. Legendär die Weine dieser Region wie Sassicaia, Ornellaia, Masseto oder Guado al Tasso um nur die größten (und teuersten) Namen zu nennen. Also ein weiterer ultrateurer Supertuscan, diesmal aus den Händen der Toskanafraktion? Nein, denn Klasmann, Klimek und di Maio hatten anderes im Sinn als sie 1999 ihr Projekt starteten und 4ha mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Petit Verdot und Cabernet Franc anlegten, die Grundlage des einzigen Weines, den Fattoria Kappa. Ihre Philosophie erklären sie so: "Der typische Kappa-Stil ist leicht zu beschreiben: Kappa will ein leicht konsumierbarer Wein mit Anspruch sein, ein Beatles-Song. Ein später Beatles-Song, etwa so wie 'Get Back'. Mitsingbar und anspruchsvoll zugleich. Kappa will Pop sein. Und Kappa ist Pop. Und deswegen vermeiden die Weinmacher von Kappa auch jede Überhöhung oder kurz: Der Wein muss 'lecker' sein. Und er muss das Terroir wiedergeben. Er muss also authentisch sein." Das Konzept ist auf jeden Fall aufgegangen, auch weil die drei Macher preislich auf dem Teppich geblieben sind (Kappa ist ein Volkswein) und ihren Rosso nur in ausgesuchten Restaurants und im Fachhandel verfügbar machen. Ein etwas anderer Kultwein aus der Toskana also.

Der Wein

Fattoria Kappa Toscana 2011 ist eine Cuvée aus 30% Sangiovese, 25% Cabernet Sauvignon, 10% Syrah, 10% Cabernet Franc, 5% Merlot und anderen Reben, die naturnah gezogen werden. Die Lese fand per Hand statt, beim Ausbau des Weines werden nur natürliche Hefen benutzt, die Vergärung ist spontan und findet teilweise in Holzfässern, teilweise in Tongefäßen statt. Die Maischestandzeit ist ungewöhnlich klang, nach Abzug des Weines reifte er 12 Monate Eichen-Holzfässer, die Kappa in einer regionalen Fassbinderei herstellen lässt, die nur altes, speziell gelagertes Eichenholz verwenden. Danach folgte eine 6-monatige Reife in Zementtanks. Der Wein wurde ohne Schönung und Filtration abgefüllt.
 






Hier können Sie den Wein für 19,95 € bestellen

Weitere Weine aus Bolgheri finden Sie hier



 




Dienstag, 11. Februar 2014

Rotwein des Jahres: Compañia Viñedos Iberian Yaso 2012




Unser Rotwein des Jahres kommt aus Toro! Borja Osborne ist ein Spross der bekannten spanischen Familie Osborne und steht hinter diesem ehrgeizigen Projekt aus Toro!
Die Finca Lomopardo gehört zur Compania Vinedos Iberian und liegt im Südosten der Provinz Zamora bzw. der D.O. Toro. Die Bodenprofile sind von Kalk und rötlichbraunen Böden dominiert, auf denen der Tinto Fino (Tempranillo) bereits seit über 2.000 Jahren angebaut wird. Der Tempranillo kann in dieser D.O. wahrlich zur Höchstform auflaufen! Zweifelsfrei sind Rioja und Ribera del Duero die bekanntesten Anbaugebiete für den Tempranillo in Spanien – aber die sehr guten Tempranillo aus der D.O. Toro brauchen sich wahrlich nicht zu verstecken!
Compañia Viñedos Iberian Yaso 2012

 Der 2012er YASO wurde natürlich zu 100% aus Tempranillo gekeltert und reifte anschließend sechs Monate in zweijährigen Fässern. Wir konnten den Wein vorab aus dem Barrique probieren und waren sofort begeistert: Tempranillo in Reinstform! Schwarzkirsche satt und ein berauschender Duft in der Nase machen sofort Lust auf mehr! Am Gaumen mit einer sehr intensiven Primärfrucht versehen, überzeugt der Wein auf der ganzen Linie! Füllig, samtig und ansprechend wuchtig sind es die typisch fleischigen Aromen des Tempranillo, die hervorragend zur Geltung kommen. Und dabei hat der Wein genau die richtige Portion Gerbstoffe durch die er beeindruckend gestützt wird ohne jedoch zu dominieren. Die reintönige Tempranillofrucht ist dabei so charmant und der Wein kommt so mollig daher, dass man keine andere Chance hat als dem Wein zu erliegen! Das ist das neue, moderne, junge Spanien!


„The 2012 Yaso is 100% Tinta de Toro aged six months in French oak. It boasts a dense ruby/purple color as well as a big, sweet perfume of blackberries, white chocolate, licorice and graphite. Full-bodied and opulent, it offers a fresh, full, exuberant mouthful of red wine with some minerality as a result of the high-elevation limestone soils from which the grapes emerge. It should drink well for a minimum of 4-5 years.“
93/100 Punkte - Trinkreife 2014-2028

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Montag, 10. Februar 2014

Der Weinskandal – das kann kein Zufall sein!

Ein Post von Cordula Eich auf http://www.superschoppen.com/2014/02/07/wasser-weinskandal/

Was ist hier eigentlich los???
Man hat Wasser im Wein gefunden! In Weinen mit einem Biosiegel!
Aha!
Also, so ganz nebenbei … Wein besteht zu ungefähr 87% Wasser, plus-minus 12% Alkohol, einem bisschen Fruchtzucker und dem kleinen Rest, der dem Ganzen den Geschmack verpasst. Wein ist Wasser! (Okay … natürlich mit Alkohol, Zucker und dem kleinen Rest …)
Jetzt kommt der Skandal, dem die deutschen Behörden in einträchtiger Zusammenarbeit mit den EU-Autoritäten auf die Spur gekommen sind: Vermeintlich hat jemand diesem „kleinen Rest“ unerlaubterweise noch ein paar Extratropfen Wasser zugefügt!!!! Pfui!!!!!
„Ist das schlimm?“ werden Sie sich fragen … Es ist halt nicht erlaubt!
Ist das logisch? Wo eine Flasche San Pellegrino fast mehr kostet, als die betroffenen Weine? Ist der Wein jetzt kein Wein mehr? Oder ist er nicht mehr Bio?!
Hier geht es nicht um ein paar Tropfen H2O! Hier geht es um etwas VIEL größeres!
Eine Verschwörung!
Ich mache mich an die Arbeit! Ich werde recherchieren, bis ich die Antworten auf folgende Fragen habe:
  • Wie viel Wasser wurde denn eigentlich den Weinen beigemischt, die jetzt vernichtet werden mussten? (Nicht dass ich die Vernichtung jetzt schrecklich bedaure … Schließlich geht es um Weine, die im Super Schoppen Shopper keinen Ehrenpreis gewonnen haben. ;-) )
  • Wie hat man das bloß festgestellt?
  • Warum sind die Gutachten so widersprüchlich?
  • Wer hätte an dem Gepansche ein Interesse?
  • Wessen Interessen werden durch diesen Skandal denn noch tangiert?
  • Kann man Weinproduzenten grundsätzlich trauen? Oder den Italienern?
  • Wie steht es um unser Vertrauen in die Behörden?
In naher Zukunft werde ich an dieser Stelle berichten! Und wer noch eigene offene Fragen hat, darf sie hier gerne stellen! Die werden dann mit recherchiert!
Zum Einarbeiten und Mitdenken noch ein bisschen Lesestoff: hier gibt es ein paar Grundlagen, hier etwas Vergleichsmaterial und hier ein bisschen Hintergrundinformation.
(Spricht natürlich wieder voll für die Verschwörung, dass all diese Seiten zwar in mindestens 16 Sprachen übersetzt wurden, nicht aber in Deutsch!)

Bis dann!