Freitag, 30. August 2013

Winzergenossenschaft Vier Jahreszeiten in Bad Dürkheim

Vom kleinen Barrique bis zum großen 200.000 Liter fassenden Edelstahltank – im Keller der Vier Jahreszeiten Winzer eG ist wohl jede denkbare Gebindegröße zuhause! Und das ist auch nötig, denn rund 40 Rebsorten in verschiedenen Qualitätsstufen werden hier ausgebaut. 250 Winzer, davon 40 im Vollerwerb, liefern hier jährlich ihre Trauben ab, die auf ca. 600 Hektar Rebfläche wachsen. Davon liegen 250 Hektar direkt im Bad Dürkheimer Gebiet, die restliche Fläche verteilt sich über die ganze Mittelhaardt – so sei die Winzergenossenschaft im Prinzip ein Repräsentant für die gesamte Gegend, meint Geschäftsführer Walter Brahner.

Logo VJ rot

Doch nicht nur in puncto Quantität fallen die Vier Jahreszeiten auf! Auch was die Qualität betrifft, sind die Genossenschaftswinzer ganz vorne mit dabei: Bereits zum zweiten Mal dürfen sie sich 2012 „Beste Winzergenossenschaft Deutschlands“ nennen. Im gleichen Jahr erhielten sie auch den Großen Staatsehrenpreis der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und schafften es auf den zweiten Platz der „DLG Top 100“ in Deutschland. Auch international überzeugen die Genossenschaftsweine: So erhielten die Dürkheimer beim AWC Vienna 2012 den Preis für den „Besten Spätburgunder der Welt“.
Doch neben all den Zahlen und Preisen, solle eins stets im Mittelpunkt stehen, sagt Brahner: Auch als großer Betrieb seien die Vier Jahreszeiten dem eigentlichen Winzerhandwerk eng verbunden. Selbst bei zum Teil beachtlichen Mengen sei die Weinbereitung kein industrieller Vorgang sondern der handwerkliche Umgang mit einem Naturprodukt – nur mit diesem Verständnis kann im großen Maßstab eine stetig hohe Qualität erzeugt werden.
Geschätsführer Walter Brahner im "Klosterkeller"
Geschätsführer Walter Brahner im “Klosterkeller”
Und auch die Tradition kommt nicht zu kurz: Gegründet im Jahre 1900 befindet sich die Genossenschaft immer noch an ihrem ursprünglichen Standort mitten in Bad Dürkheim. Natürlich sei es immer wieder mal eng geworden, so Brahner. Doch schätze er die authentische Umgebung: Ein 120 Jahre alter Sandsteinkeller ließe sich eben nicht mit einer geräumigen oberirdischen Halle vergleichen! Zu den ursprünglichen Sandsteinkellern sind natürlich noch weitere dazugekommen, sodass es heute zwei Stockwerke in die Tiefe geht. Dort findet sich zum einen der beeindruckende 200.000 Liter Riesentank, mit dem man schon fast einen ganzen Wurstmarkt ausrichten könnte – und der ist immerhin das größte Weinfest der Welt. Andererseits beherbergt der weitläufige Keller auch ein romantisches Highlight: Im „Klosterkeller“ finden viele Barriques und große Holzfässer Platz – hier stehen Tradition und Handwerk klar im Vordergrund.
Die neue Vinothek der Vier Jahreszeiten
Die neue Vinothek der Vier Jahreszeiten
Gebaut wurde auch im letzten Jahr, allerdings überirdisch: Mit einer modernen Vinothek wurde ein adäquater Raum für die Präsentation der Spitzenweine geschaffen – einfach mal vorbeischauen und einen der typischen Rieslinge aus Dürkheimer Spitzenlagen oder auch den „weltbesten Spätburgunder“ probieren. 

Ein Post der Bad Dürkheimer Weinprinzessin " Janina I.
http://www.dein-eigener-wein.de

Dienstag, 27. August 2013

Pfälzischer Weinadel

AUSGEZEICHNETE WINZER: Der „Graf von Weyher“ holt jüngst ersten Preis bei internationalem Rieslingwettbewerb

"Der „Graf von Weyher“ hat wieder einmal zugeschlagen und für einen seiner Weine einen internationalen Preis gewonnen. Hinter dem Titel verbirgt sich das Weingut Otmar Graf, repräsentiert durch den Namensträger und seinen Sohn Peter. Das Duo ist natürlich nicht adelig, auch wenn es seit ein paar Jahren dem pfälzischen Weinadel angehört. „Graf von Weyher“ ist seit 2012 die neue Produktlinie des Hauses.


Ein in der Gemarkung Altenforst in Burrweiler auf Schieferboden gewachsener Riesling Kabinett des Jahrgangs 2012wurde beim international ausgeschriebenen Wettbewerb „Best of Riesling“ in der Kategorie „Riesling halbtrocken“ auf den ersten Platz gesetzt – die bisher höchste Auszeichnung für den Familienbetrieb. Winzermeister Otmar Graf und Weinbautechniker Peter Graf sind sehr stolz auf diese Ehrung. Das Weingut Graf betrachtet sich nicht als ausgesprochenes Rieslingweingut, auch wenn diese Rebsorte ein Viertel der gesamten Anbaufläche ausmacht. Diese Sorte ist für Peter Graf, der im Keller das Sagen hat und für den Ausbau der Weine verantwortlich zeichnet, geradezu ein Muss. Warum? „Die Lagen und die Böden in Weyher und in den angrenzenden Gemarkungen sind für den Riesling sehr geeignet. Auf Schiefer, Granit und Kalkmergel gedeiht er besonders gut.“ Der Junior („Ich bin Rieslingfan, seit ich Wein trinke“) lobt die Vielfalt des Geschmacks beim Riesling: „Man kann bei dieser Rebsorte so wunderbar Lage und Boden herausarbeiten. Die Kenner schmecken, wo der Tropfen gewachsen ist.“ Und das ist gewollt. Da Peter Graf im deutschen Winter alljährlich für ein paar Wochen als „Flying Winemaker“ in der Erntezeit wechselweise in Neuseeland und Südafrika unterwegs ist, um Kollegen Tipps zu geben, hat sein Wort erst recht Gewicht, wenn er feststellt: „Riesling gibt es zwar fast auf der ganzen Welt, aber keiner ist so gut wie der in Deutschland und der Pfalz.“ Otmar Graf bezeichnet sich eher als „Burgundertyp“. In seinem Betrieb wird beim Riesling in den Weinbergen stark selektioniert und er wird möglichst spät geerntet, wenn die Trauben vollreif sind. Zu 95 Prozent erfolgt die Lese bei den gehobenen Sorten per Hand. Peter Graf nennt die„Geheimnisse“ seiner Arbeit im Keller: Gezügelte Vergärung und Eingriffe bei der Entwicklung nur soweit erforderlich. Draußen wird umweltschonend und umweltbewusst gearbeitet. Peter Graf: „Wir verwenden keinen chemischen Dünger, sondern nur Biokompost. Das zahlt sich aus.“ Dass im vergangenen Jahrzehnt dem Weingut so viele Auszeichnungen ins Haus flatterten, ist nach Aussage von Otmar Graf das Verdienst von Sohn Peter: „Seit er mitarbeitet, geht die Erfolgskurve nach oben. “Das Weingut Graf hat seit 2007 viermal einen Staatsehrenpreis der Landwirtschaftskammer (LWK) Rheinland-Pfalz erhalten (zuletzt 2012), dazu zwei Ehrenpreise der Kammer (2008 und 2009). Bei der Weinprämierung der LWK gab es im vergangenen Jahr 18 Goldmedaillen, in den beiden Jahren vorher 14 Beziehungsweise zehn. 2013 sind es bis jetzt schon 21. 2012 zeichnete die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft die Grafs mit zweimal „Gold“, viermal „Silber“ und einmal „Bronze“ aus. In diesem Jahr erhielt ein Cabernet blanc trocken beim Internationalen Piwi-Preis (Piwi steht für „pilzresistente Reben“) die höchste Auszeichnung: Gold. Beim größten Weinwettbewerb der Welt „AWC Vienna“ wurden Weine von Graf 2012 mit drei Gold- und sechs Silbermedaillen bedacht.

Jürgen Graf, zurzeit Student der Wein- und Betriebswirtschaft, wird nach Studienabschluss ins Weingut eintreten. Dann werden drei „Grafen von Weyher“ versuchen, die gesteckten Ziele gemeinsam zu erreichen. Peter Graf sagt: „Wir schauen immer nach vorne.“ (güw)"

Quelle: Die Rheinpfalz - Ausgabe 171

Montag, 26. August 2013

Weingut Schloss Schönborn ruft Weine zurück

Das renommierte Weingut Schönborn nimmt 22 Weine vom Markt. Das hat der Inhaber Paul Graf von Schönborn auf seiner Internetseite mitgeteilt. Der Grund: die Weine könnten verschnitten sein.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, handelt es sich dabei um Weiß-, Rot- und Roséweine aus dem Domänenweingut Schloss Schönborn im hessischen Hattenheim. Nach Ermittlungen der hessischen Weinkontrolle stehen die 22 Weine unter dem Verdacht, mit anderen Weinen sowohl aus dem Rheingau als auch aus anderen Anbaugebieten verschnitten worden zu sein.

Schloss Schönborn stoppt Verkauf von Weinen

 ·  Das Weingut Schloss Schönborn im Rheingau nimmt eine Reihe von Weinen vom Markt. Anlass sind angebliche Verstöße gegen die Rechtslage.
Nach Durchsuchungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Weingesetz nimmt das Weingut Schloss Schönborn im Rheingau eine Reihe von Weinen vom Markt. Die Weine sollen von einem technischen Betriebsleiter mit nicht zulässigen önologischen Verfahren behandelt worden sein, teilte das Weingut in Hattenheim mit. So sei der Schwefelgehalt unzulässig reduziert und Weindestillat zugesetzt worden. Auch sei der Wein mit anderen Weinen aus dem Rheingau und anderen Anbaugebieten vermischt worden. Eine Gesundheitsgefahr bestehe nicht.

„Tabula rasa“ im Domänenweingut Schloss Schönborn

DEUTSCHLAND (Hattenheim) - Der Fall machte im vergangenen Herbst Schlagzeilen und kocht jetzt wieder hoch. Das Domänenweingut Schloss Schönborn im Rheingau geriet ins kritische Visier der Staatsanwaltschaft, weil dem damaligen Betriebsleiter Peter Barth unerlaubte Konzentration vorgeworfen wurde. Jetzt hat die Weinkontrolle ihre Ermittlungen abgeschlossen und mögliche Dimensionen des Falles deutlich gemacht.
Für Paul Graf von Schönborn, den Inhaber des traditionsreichen Adelsgutes, ist das ein Grund, „Tabula rasa“ zu machen. Mit anderen Worten, ein Neuanfang ist angesagt, die einstige Ordnung im Betrieb muss wiederhergestellt werden. Offenbar waren es keine lässlichen Sünden, die der hochdekorierte „Gutsverwalter des Jahres 2009 im Gault Millau“ begangen hatte. Bei seiner aktuellen Offensive listete der Graf über 20 Weine auf, bei denen man freiwillig auf die erteilte Prüf-Nummer verzichtet. Der Verkauf wurde gestoppt, die Weine können von Käufern auch retourniert werden.
Zwar liegt auf manchen Weinen nur ein Verdacht der Manipulation, aber das ist für das Haus Schönborn schon Grund genug, die Reißleine zu ziehen. Immerhin stehen Vorwürfe der Weinkontrolle im Raum, dieGewicht haben: Verschnitt mit Weinen aus einem anderen Anbaugebiet (für diverse Rosé und Rotweine hatte sich Barth offenkundig bei seinem Kollegen im fränkischen Schönborn-Weingut bedient), unzulässiger Zusatz von Weindestillat bei Trockenbeerenauslesen, bei Lagenwein Verschnitt mit Wein aus anderen Lagen, unzulässige Mostkonzentration.



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Dienstag, 20. August 2013

Deutsche Weinkönigin 2014: Vorentscheid mit "politischem Geschmäckle"


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Die zwölf Kandidatinnen sind fit für Kamera und Jury. (Foto: DWI)
DEUTSCHLAND (Offenburg) - Nur wenige Karten zur Vorentscheidung zur Wahl der 65. Deutschen Weinkönigin sind bei der Messe Offenburg noch verfügbar. Der Event findet am 7. September in der Oberrheinhalle statt. Medialen Feinschliff erhielten vorab alle zwölf Kandidatinnen aus den deutschen Weinanbaugebieten während eines dreitägigen Seminars zur Vorbereitung in letzter Woche, organisiert vom Deutschen Weininstituts (DWI).
Alle zwölf? Ja da fehlt doch eine...
In diesem Jahr entsendet bis auf Franken wie gewohnt jedes Anbaugebiet mit seiner Gebietsweinkönigin eine Kandidatin in den Wettbewerb um die höchste deutsche Weinkrone, das schönste Amt der Weinwirtschaft. Die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich sei auf einer einmonatigen Reise nach China, Japan und Thailand und könne so leider nicht teilnehmen, hört man aus den regionalen Medien unter dem Titel: "Marion Wunderlich lässt mögliche deutsche Krone sausen".
Dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Marion Wunderlich aus Tauberrettersheim (Lkr. Würzburg) hat ein klares zukünftiges Ziel – sie will in die Politik. Am 26. Juli wurde Sie vom CSU-Kreisverband Würzburg-Land mitten in ihrer Amtszeit als Fränkische Weinkönigin mit dem äußerst aussichtsreichen Listenplatz 7 für den Kreistag nominiert.
Das Sie jetzt schon während ihrer Amtszeit für den Fränkischen Weinbauverband parallel auch ihre politische Karriere vorbereitet, stößt zu mindestens in Franken auf geteilte Kritik. So hatte ihr die ehemalige Fränkische Weinkönigin Nicole Then von einer politischen Kandidatur abgeraten mit der Empfehlung, ihre Aktivitäten zeitlich zu trennen während Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes dies eher locker betrachtet:
Steinmann sagte dazu in den BR-Nachrichten: "Also ich sehe da kein Problem, dass sich das Amt der Weinkönigin und ein politisches Amt gegenseitig stören. Im Gegenteil: dies befruchtet sich vielleicht sogar insofern, dass man das Wissen, das man in Sachen Wein hat, in die Kommunalpolitik mit einbeziehen kann. Umgekehrt nutzt Marion Wunderlich ihre Chance, wo sie jetzt gerade einen großen Bekanntheitsgrad hat."
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Der Fränkische Weinbauverband hat Wunderlich die Entscheidung selbst überlassen (Foto: Marion Wunderlich)
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Sie stand schon länger vor einer schweren Entscheidung: Politik oder Wahlteilnahme (Foto: Marion Wunderlich)
Ein Teil der fränkischen Winzerschaft wertet die Ambitionen von Marion Wunderlich "als reine Privatangelegenheit" der andere Teil sieht darin eine "Sache mit Gschmäckle“. Einige gehen soweit und fordern: "Sie sollte sich ganz darauf konzentrieren, den Frankenwein zu vertreten“. Dazu sagt Nicole Then ebenfalls in den BR-Nachrichten: "Ich persönlich hätte es wahrscheinlich nicht während der Amtszeit gemacht, um da nicht irgendwo in die Richtung zu gehen, dass dann das Amt ausschlaggebend dafür ist, dass man gewählt wird oder nicht. Ich sehe aber kein Problem, wenn sie sich im Anschluss entscheidet, politisch zu arbeiten. Doch als Fränkische Weinkönigin würde ich nicht unbedingt parallel fahren."
Und was sagt Marion Wunderlich zu all dem?: "Erstens bin ich parteilos und zweitens ist das alles erst dann, wenn ich bereits abgekrönt bin. Von dem her ist alles problemlos! Nach dem Amt der Weinkönigin ist es wirklich meine private Sache. Ich will mich weiterhin für den Weinbau einsetzen und das ist dann – glaube ich – eine gute Sache für mich und für den ganzen Landkreis Würzburg." (red.yoopress)
Karten zur Vorentscheidung der Wahl zur 65. Deutschen Weinkönigin können bei der Messe Offenbrug online bestellt werden bestellen. Die Veranstaltung findet in der Offenburger Oberrheinhalle am Samstag, den 7. September 2013 um 16:00 Uhr statt, die dann am darauffolgenden Sonntag ab 13:45 Uhr im SWR Fernsehen zeitversetzt ausgestrahlt wird. Das große Finale beginnt am Freitag, den 13. September, um 20:15 Uhr am gleichen Ort und wird live im SWR Fernsehen übertragen.
Badischer Wein
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Sonntag, 18. August 2013

Baron Rothschild Escudo Rojo Grillpaket

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Die Frankfurter Bankiersfamilie Amschel Mayer Rothschild brachte im 18. Jahrhundert an der Eingangspforte ihres Hauses ein Schild an, an das das Etikett des Baron Rothschild Escudo Rojo erinnert. Es symbolisiert den Namen Rothschild und greift mit den Farben Blau und Gelb die Wappenfarben der Familie auf. 1999 wurde der erste Jahrgang des Escudo Rojo vinifiziert.

Der vielfach ausgezeichnete Blend Baron Rothschild Escudo Rojo besitzt im Glas die Farbe von dichtem Kirschrot. Sein Bouquet enthält elegante, fruchtige Aromen von reifen Beeren und süßen Kirschen - kombiniert mit warmer Würze und feinen balsamischen Noten, mit einem Hauch Minze und Zedernholz. Der Geschmack ist vollmundig, saftig und temperamentvoll. Der Escudo Rojo zeigt uns eine harmonische Balance zwischen üppiger Frucht, kräftigen Gewürzaromen und perfekt integrierten Eichenholznoten. Im Finale wirkt er sehr lebendig und gut strukturiert mit schöner Länge.

Die Weinberglagen befinden sich in kleinen Tälern zwischen dem Pazifischen Ozean und dem Andengebirge. Auf 800 -1200m Höhe bietet die Region den Reben optimale Wachstumsbedingungen mit hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, kühlenden Einflüssen des Meeres, viel Sonne und den Schwemmlandböden der Anden, die viel Spannung in den Wein bringen. Spüren Sie das Feuer Chiles!

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Mittwoch, 14. August 2013

Weine mit Hitler Etiketten auf Wein und Prosecco aus Italien

Ras­sis­ti­sches Gedan­ken­gut ist in Ita­lien weit ver­bei­tet, vor allem bei rechts­ge­wirk­ten Poli­ti­kern und bei Fuß­ball­fans. Ein Wein­gut aus dem Fri­aul bie­tet jetzt auch Hitler-Weine in sei­nem Online-Shop an – ein per­ver­ser Umsatzbringer.
Perverser Umsatzbringer: die Hitler-Etiketten der Familienkellerei Lunardelli
Per­ver­ser Umsatz­brin­ger: die Hitler-Etiketten der Fami­li­en­kel­le­rei Lunardelli
Der Win­zer heißt Ales­san­dro Lunar­delli, und sein Wein­gut befin­det sich in Col­loredo di Prato, einem Vor­ort von Udine. Genau genom­men ist es kein Wein­gut, son­dern eine Fami­li­en­kel­le­rei, die von rund 30 Klein­win­zern aus allen Tei­len des Fri­auls Jung­wein kauft, die­sen aus­baut, abfüllt und vermarktet.
Wegen der hohen Qua­li­tät ihrer Weine ist die 1967 gegrün­dete Kel­le­rei aller­dings noch nicht auf­ge­fal­len, umso mehr wegen der Eti­ket­ten, die auf den Fla­schen kle­ben. Sie zie­ren bar­bu­sige Frauen, Repro­duk­tio­nen von Meis­ter­wer­ken Van Goghs und Monets, vor allem aber faschistisch-militärische Motive: Land­ser mit Stahl­helm,  Kin­der, die mit Hit­ler­gruß salu­tie­ren, Mus­so­lini auf einem Pan­zer und Hit­ler in allen Varia­tio­nen: mal als Por­trait (Auf­schrift: «Ein Volk, ein Reich, ein Füh­rer»), mal mit offe­nem Feld­her­ren­man­tel (Auf­schrift: «Sieg Heil»),  mal mit Bal­ken­kreuz (Auf­schrift : «Der Füh­rer»). Auch Kon­ter­feis von Her­mann Göring, Rom­mel, Himm­ler und Eva Braun gehö­ren zur Flaschenausstattung.

«Der Pro­secco vom Führer»

Etikett "Der Prosecco vom Führer"
Eti­kett "Der Pro­secco vom Führer"
Die Hälfte der ins­ge­samt 100.000 Fla­schen, die pro­du­ziert wer­den (Pinot Bianco, Pinot Gri­gio, Ver­duzzo, Caber­net franc und andere), sind mit Moti­ven die­ser als «his­to­ri­sche Serie» ver­harm­los­ten Eti­ket­ten beklebt. Im Online-Shop der Kel­le­rei wer­den die Weine zum Ein­heits­preis von 8 Euro ange­bo­ten. Auch ein Pro­secco (9,90 Euro) gehört dazu. Auf sei­nem Eti­kett fin­det man ein Jugend­por­trait Hit­lers, dar­über eine Ban­de­role mit den Wor­ten: «Der Pro­secco vom Führer».
Die «his­to­ri­sche Serie» der Kel­le­rei Lunar­delli umfasst zwar auch Por­traits von Karl Marx, Lenin, Sta­lin und ande­ren Kom­mu­nis­ten. Doch die Por­traits faschis­ti­scher Füh­rer neh­men ein­deu­tig den größ­ten Platz ein.
Ales­san­dro Lunar­delli ist stolz auf die Mar­ke­ting­idee, die von sei­nem Sohn Andrea stammt. «Dank die­ser ori­gi­nel­len Idee», so der Fir­men­in­ha­ber zynisch, «haben wir große Auf­merk­sam­keit durch die inter­na­tio­na­len Medien erfahren…»

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Dienstag, 13. August 2013

Ribet White Vin de Pays d'Oc, Languedoc, Arrogant Frog 2012

Der Wein: Der Ribet White ist eine Cuvee aus den beiden weißen Rebsorten Chardonnay und Viognier, wobei der Chardonnay dominiert. Bereits in der Nase präsentiert sich dieser Weißwein von arrogant Frog äußerst duftend mit Aromen von Pfirsich, Ananas und Zitronen, im Hintergrund dann ein Hauch Vanille. Am Gaumen umspielen die verführerischen Aromen die Geschmacksnerven, ehe der Wein in einem langen Abgang endet.
Der Chardonnay wurde zu einem Drittel im Eichenholzfass ausgebaut, der übrige Wein im Edelstahltank.

Flaschenbild: Ribet White Vin de Pays d'Oc, Languedoc, Arrogant Frog

Das Weingut: Jean Claude Mas nimmt mit dem Namen seines Weinguts "Arrogant Frog" seine eigene Nation auf die Schippe. Wer sagt denn eigentlich, dass Franzosen keinen Humor haben? Jean Claude führt diese Annahme ad absurdum. Er greift Vorurteile auf, die besagen, dass Franzosen hochnäsig und arrogant seien. Außerdem bezieht er den Spitznamen den Franzosen "Frösche" mit ein. So ist also der Name für das Weingut Arrogant Frog im Languedoc entstanden.

Charakteristisch für die Weine aus der sonnenverwöhnten Weinbauregion Languedoc im Süden Frankreichs ist ihre Fruchtigkeit.

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Frankreichs große Weine