Follow by Email

Mittwoch, 19. Juni 2013

Globus Wein des Monats Juni: La Baume Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon trocken, dunkles Rubinrot, kraftvoller Duftstrauß von frischen, reifen schwarzen Beeren wie Brombeere und schwarze Johannisbeere, die sich schön mit den holzigen Aromen von Kaffeebohnen verbinden. 
Im Geschmack vermittelt der erste Eindruck lebhafte Noten von schwarzen Beeren und Blättern der Johannisbeere, gefolgt von einer robusten Tanninstruktur, die den Gaumen trägt. Schöne, lange anhaltende Aromen im Abgang.


6 edle Rotweine bezahlen, 12 bekommen...Klicken und bestellen!
Anbaugebiet:Languedoc Roussillon
Säure:3,43 g/l

Restzucker:3 g/l



Domaine de la Baume liegt zwischen Beziers und der mittelalterlichen Stadt Pézenas im Herzen des Languedoc. Grundlage für die anerkannt hervorragenden Weine des Gutes sind gute eigene Lagen, moderne Kellertechnik, strenge Selektion der Anbau-Parzellen und professionelle Önologen, die sich am Stil der „Neuen-Welt-Weine“ orientieren La Baume ist einer der innovativsten Weinerzeuger Frankreichs und ihre Weine gewinnen regelmäßig Preise und erhalten Anerkennung von Weinkritikern aus aller Welt.



Gegründet wurde die Domaine  de la Baume von Joseph Prat der mit der berühmten Wermutmarke Noilly Prat sein Vermögen gemacht hatte, später wurde das hübsche Landgut dann zunächst von dem australischen Weingiganten Thomas Hardy  übernommen und gehört jetzt zu der nicht minder großen " Les Grand Chais de France " Gruppe.
Geführt wird das 45 ha große Weingut jedoch wie ein individuelles Unternehmen, dem aber die Vorteile, sprich die Ressourcen, eines großen Partners zur Verfügung stehen. Deshalb konnte man nicht nur die Weingärten und Keller auf den neuesten Stand bringen, sondern auch auf international renomierte Kellermeister und Oenologen zurückgreifen.
Wein des Jahres

Sonntag, 9. Juni 2013

Negroamaro in Apulien - Würze und Feuer vom Stiefelabsatz Der Rotwein aus Salice Salentino und Salento

Auf der Halbinsel Salento in Apulien, da, wo der italienische Stiefel seinen Absatz ganz weit Richtung Afrika ausstreckt, ist der Negroamaro zu Hause. Die Rotwein-Traube trotzt heißen Sciroccowinden, dem Sand aus der Sahara und gewinnsüchtigen Geschäftsleuten. Der Apulier, der aus so klangvollen Orten wie Salice Salentino, Veglie, Guagnano oder Campi Salentina kommtentwickelt eine Kraft und Intensität, um die ihn mancher Nobelwein aus dem Norden beneidet. Der süditalienische Rote mit seiner Würze und seinem Feuer zeigt der Welt, was man von einem echten Apulier erwarten kann. 

Heißes Salento

Die Bewohner von Lecce haben jeden Sonntag die Wahl, ob sie an der pittoresken Adria-Küste bei Bari oder an den Sandstränden am Golf von Tarent ihren Sonnenschirm aufstellen. Weniger als eine halbe Stunde benötigen sie zu beiden Meeren und einigen der schönsten Küstenorte Italiens. Doch die Bewohner des Salento-Gebietes, des flachen, heißen Hinterlandes der Barockstadt Lecce, sind mit dem Weinanbau beschäftigt. Hier, auf dem Absatz des italienischen Stiefels, wo sich kleine Orte, nach denen die Anbaugebiete benannt sind, über die weiße Ebene verteilen, wächst der Negroamaro, eine der wertvollsten Rotweintrauben Italiens. So weit im Süden, wo die Weinreben die Hitze kaum mehr ertragen können, ist das eine Seltenheit. 

Negroamaro ist ein Charakterwein

Der Negroamaro hat sich lange Zeit an das heiße Klima Apuliens gewöhnt. 800 Jahre vor Christus legten griechische Siedler in Apulien an und gründeten Kolonien. Dabei holzten sie höchstwahrscheinlich großzügig die dichten  Eichenwälder ab. So entstanden Schiffe, Häuser und ein beträchtlicher ökologischer Schaden. Den Negroamaro hatten sie mitgebracht. Die Sorte hat – wie alle Weine – Gerbstoffe, die am Gaumen einen bitteren Eindruck hinterlassen. Beim Negroamaro macht er sich in Form einer Note von delikaten schwarzen Oliven bemerkbar. Außerdem fließt der feurige Südländer meist mit tiefdunkelroter Farbe ins Glas. 

Eine alte Geschichte eines modernen Weines

Beides ist wohl schon sehr früh Kolonisten aufgefallen: Das griechische Wort maru heißt auf Deutsch schwarz und auf Italienisch niger. Der apulische Dialekt kennt den Begriff niurumar. Der bedeutet dunkelherb und sagt eigentlich alles. In fast 3.000 Jahren hat der Negroamaro sich in Apulien gehalten, Umweltzerstörung, Massenproduktion und der brennenden Sonne getrotzt. Winzer wählten immer wieder die besten Stöcke aus und vermehrten sie. So konnte sich der Negroamaro an Klima und Boden weiter anpassen. Trotzdem blieben die außergewöhnlichen Qualitäten des Roten lange im Dunkeln. 
Weiterlesen im Buch " Italiens Weinwelten "