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Mittwoch, 26. Februar 2014

Emil Bauer Sex Drugs & Rock'n Roll 'Just Riesling' 2013

Alles, was man braucht, ist ein solcher Riesling! Das haben Alexander und Martin Bauer nicht nur begriffen, sondern auch herrlich auf den Punkt gebracht – im Design wie im Wein! No other drugs needed!

Emil Bauer Sex Drugs & Rock'n Roll 'Just Riesling' 2013

Das Weingut der Familie Bauer ist unsere Neuentdeckung des Jahres. Ein echter Familienbetrieb, in dem Tante Onkel, Vater Mutter gemeinsam an dem uns liebsten Produkt arbeiten. Der Generationenwechsel auf die beiden Söhne, Alexander und Martin Bauer hat dem Weingut den notwendigen modernen Einfluss gegeben um dieses Familienweingut sehr schnell zu einem der Weingüter zu machen, über die wir bestimmt noch lange sprechen werden.


Der Wein
Wie könnte man an diesem Wein vorbeigehen?! Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll … just Riesling for me, thanks! Ein genialer Einfall der Männer auf dem Weingut Emil Bauer und Söhne! So glücklich hat uns lange kein Etikett mehr gemacht, für Unterhaltung war bei der Verkostung gesorgt. Aber lassen Sie sich nicht von der lässigen Aufmachung zu der Schlussfolgerung verführen, dass es sich hier um einen Spaßwein handelt, der außer flotten Sprüchen nichts auf dem Kasten hat. Weit gefehlt!

Denn dieser trockene Riesling stammt aus der exzellenten Lage Nußdorf, wird sorgfältig vinifiziert und zeigt alles, was ein Klasse-Riesling braucht, also irgendwie dann doch verdammt sexy. Geprägt vom rassigen Kalkterroir, das sich in die saftige Riesling-Frucht einschreibt, zeigt er Quitte, Apfel und Pfirsich im Bouquet, rockt den Gaumen mit Mineralität, Frucht und Frische und legt einen Nachhall hin der süchtig machen könnte.
Just Riesling? Just Riesling!


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Montag, 24. Februar 2014

Berühmte Weingüter: Château Margaux



Das Château Margaux, im Gebiet Médoc bei Bordeaux, ist eines der schönsten Weingüter und erzeugt einen der berühmtesten Weine der Welt.

 Seit 1855 trägt Château Margaux den Titel Premier Grand Cru, eines „Ersten Großen Gewächses“, den es sich im Médoc heute mit nur drei weiteren Châteaux teilt; allerdings gibt es ein weiteres in der Region Graves: Lafite, Latour, Mouton und Haut-Brion in der Region Graves.
Nach dem Wein vom Schloss Margaux, oder nach dem benachbarten gleichnamigen Ort Margaux soll die Enkelin Margaux des amerikanischen Autors Ernest Hemingway benannt worden sein.

Lagen und Weinbereitung

Das Château Margaux verfügt über eines der besten Terroirs des Médoc. Die Parzellen, auf denen der Château Margaux erzeugt wird, sind im Wesentlichen dieselben wie schon 1855. Sie befinden sich ausschließlich in der Gemeinde Margaux und sind teilweise leicht zur Gironde geneigt. Der Boden besteht aus einer 4 bis 11 m tiefen, homogenen Schicht mittlerer bis feiner Kiesel, die in der Günz-Eiszeit von der Garonne abgelagert wurden. Er ist verhältnismäßig kalkhaltig und besitzt einen hervorragenden Wasserabzug. Die Weinreben werden dadurch zu einer besonders tiefen Wurzelbildung gezwungen.

Château Margaux verfügt über 265 ha Grundbesitz; die Anbaufläche für Wein beträgt insgesamt 99 ha. Davon sind 87 ha für den Rotwein reserviert. Der Anteil des Cabernet Sauvignon liegt bei 75 %, 20 % entfallen auf Merlot, den Rest teilen sich Cabernet Franc und Petit Verdot. 12 ha sind mit Sauvignon Blanc bestockt, hieraus wird der Weißwein Pavillon Blanc gekeltert.
Die Rotweinbereitung folgt der Tradition des Bordeaux: Drei Wochen auf der Maische in großen Holzbottichen, anschließend 18 bis 24 Monate Ausbau in neuen Eichenfässern. Der Château Margaux wird ungefiltert abgefüllt. In den Grand Vin kommen dabei lediglich zwischen 40 und 60 % des Rotweines. Der Rest, vor allem der Ertrag junger Rebanlagen, wird unter dem Zweitetikett Pavillon Rouge verkauft.
Château Margaux wird vom Önologen Jacques Boissenot sowie dessen Sohn Eric begleitet und beraten.

Der Wein

Das Château Margaux erzeugt einen der teuersten Rotweine der Welt. Wie allgemein bei den Weinen von Margaux, deren unbestrittene Spitze er darstellt, stehen Bukett und Finesse im Vordergrund. Seiner Langlebigkeit tut dies aber keinen Abbruch; zur vollen Entfaltung benötigt er auch in kleineren Jahrgängen meist über zehn Jahre. Er legt dabei sogar an Körper zu.
Das Lagerpotenzial reicht aber noch weit darüber hinaus, wie der bekannte Weinautor Michael Broadbent bezeugt: Er gab einem 1987 verkosteten 1787er (!) Château Margaux seine Höchstbewertung von fünf Sternen:
„Bukett […] mit großer Reichhaltigkeit und Tiefe. […] mit einem sehr lebhaften, vollen Geschmack, perfekt in Gewicht, Länge und Abgang.“
– Michael Broadbent: Broadbent's Weinnotizen
Als größte Jahrgänge der jüngeren Zeit gelten 1982, 1983, 1986, 1990, 1996, 2000 und 2005. Der Chateau Margaux-Rotwein von 1986 und der 1990er haben (Stand 2006) je einen Marktwert von ca. 500 Euro per Normalflasche. Andere Jahrgänge jedoch noch weitaus teurer: der 1900er wird als nachweislich gut gelagerte Flasche für ca. 8.000 bis 10.000 Euro gehandelt.

Geschichte

Die Ursprünge des Gutes verlieren sich im Mittelalter, seine erste urkundliche Erwähnung fällt ins späte 15. Jahrhundert. Der eigentliche Weinberg wurde zwischen 1572 und 1582 vom damaligen Besitzer Pierre de Lestonnac durch systematische Käufe von Parzellen begründet. 1654 kam das Gut von Margaux durch Heirat in den Einflussbereich der führenden Bordelaiser Familie Pontac, der auch das Château Haut-Brion gehörte. Dessen Wein wurde als erster Bordeaux überhaupt unter dem Namen des Gutes verkauft. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts ist auch der Wein von Margaux unter seinem Namen in England bekannt, das bis 1900 das Hauptabnehmerland blieb. Die Weinbereitung machte im 18. Jahrhundert große Fortschritte. So wurden erstmals ausschließlich blaue Trauben für den Rotwein verwendet, und die Lese erfolgte erst, nachdem der morgendliche Tau abgetrocknet war. Zu den Liebhabern des Château Margaux zählten seinerzeit der britische Premierminister Robert Walpole sowie der amerikanische Botschafter und spätere Präsident Thomas Jefferson. In einem Schreiben vom 24. Mai 1787 bescheinigt Jefferson den Weinen den Rang eines Premier Cru.
Die Französische Revolution brachte das Ende der dreihundertjährigen familiären Kontinuität des Gutes. Es wurde beschlagnahmt, konnte aber zunächst von der letzten Erbin der Familie zurückgekauft werden. Sie war mit dem Baron de Brane verheiratet, der jedoch in die Emigration ging. 1804 war sie angesichts der Schuldenlast gezwungen, das Gut zu verkaufen. Der neue Besitzer, der Baske Colonilla, ließ bis 1816 den klassizistischen Schlossbau errichten. In den folgenden 170 Jahren ging das Château Margaux durch die Hände von Bankiers und Handelshäusern. 1921 gründeten die Besitzer eine Aktiengesellschaft, die Société vinicole de Château Margaux. Zum Schutz vor Fälschungen einigten sich die führenden Châteaux des Médoc 1924 darauf, ihren Wein ausschließlich auf dem Gut abzufüllen. In den schwierigen Jahren zwischen Weltwirtschaftskrise und Zweitem Weltkrieg wurde hiervon jedoch wieder abgewichen; erst seit 1950 verlässt kein Fasswein mehr das Château Margaux.
Von 1937 bis 1961 werden neben den eigenen Weinen auch die Produkte von Château Durfort-Vivens in den Kellern von Margaux verarbeitet. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts setzte ein langsamer Niedergang des Château Margaux ein. Die Besitzerfamilie Ginestet griff zu wenig angesehenen Praktiken wie dem Verschnitt verschiedener Jahrgänge. Die Rezession infolge der Ölkrise von 1973 erhöhte den Druck auf das Unternehmen Ginestet, so dass Château Margaux seit 1975 zum Verkauf stand.
Im Jahre 1977 erwarb schließlich der aus Griechenland stammende Unternehmer André Mentzelopoulos für 72 Millionen Francs das Château Margaux – einschließlich der noch im Keller liegenden Jahrgänge 1974, 1975 und 1976. Da es lange schon ein Gesetz gab, das die Premier-Châteaux zu den nationalen Kulturgütern zählt, musste der Käufer erst als Franzose eingebürgert werden, bevor er ins Grundbuch eingetragen wurde. Beraten vom berühmten Bordelaiser Önologen Émile Peynaud, investierte der neue Besitzer große Summen in Keller und Weinberg. Zur Verbesserung der Qualität des "Grand Vin" führte er wieder den Zweitwein „Pavillon Rouge“ ein. Der Jahrgang 1978 markiert die Renaissance des Château Margaux. André Mentzelopoulos starb jedoch bereits Ende 1980.
Seine Frau Laura und seine Tochter Corinne verkauften etwa 1990 die Aktien des Château Margaux an eine luxemburgische Firma, bei der die italienische Agnelli-Familie (Fiat) wesentliche Anteile besitzt. Das bisherige Management wurde übernommen. Im Jahr 2003 übernahm Corinne Mentzelopoulos den 75 Prozent-Anteil der Erben von Giovanni Agnelli für geschätzte 350 Mio. Euro, womit das Château Margaux als einer der teuersten Grundbesitzungen Frankreichs gelten kann.

2006 Château Margaux

Wine Spectator 95/100

Das Wein-Monument aus Margaux

Mittleres Purpur-Rubin, aufhellender Rand. Sehr dichtes Bouquet, Maulbeeren, Preiselbeeren und eine Spur Johannisbeeren, welche dem dicht beschichteten Nasenbild eine schöne Vielseitigkeit und auch Frische verleihen, darunter Trüffelnoten, Edelhölzer und einen fein pfeffrig. Im Gaumen zeigen sich Rasse und Finessen gleichzeitig, das Fruchtspiel bleibt bei vielen, verschiedenen roten Beeren, noch fein mehliger Fluss auf der Zunge.
 

2009 Château Margaux

Parker 99/100

Der konzentrierteste und gleichzeitig einer der weichsten Château Margaux

Sattes Purpur-Granat; dicht in der Mitte, lila Schimmer aussen. Beginnt mit nussiger Note, Süss- und Edelholzspiel, dann folgen Spuren von Backpflaumen und Kakaobohnen. Der Gaumen zeigt viel Süsse von top reifen Beeren, ein Hauch Honig, helles Malz und ganz feine, zarte Caramelspuren, reiche Adstringenz, stützend und doch schon fast harmonisch. Diese Margaux-Legende ist ein Wein für Ge-nerationen. In der Art ein Blend zwischen einer konzentrierteren Variante vom 1990er und einem etwas fetteren 1983er.
 

2010 Château Margaux

James Suckling 100/100

Vielleicht eine Reinkarnation des legendären 1900ers

Leuchtendes Rubin-Purpur mit satter Mitte. Faszinierendes Bouquet voller Noblesse und parfümierter Süsse, Veilchen, Maulbeeren, Kirschen, Cassis und eine Menge verschiedener Edelhölzer, leicht nussig im Untergrund mit einem warmen Touch Arabica-Kaffee darüber, zarteste Kokosnoten im Hintergrund. Samtig-seidiger Gaumenbeginn, auch hier wieder eine berauschende Süsse in den Tanninen zeigend, parfümiert im Innern mit einem Hauch Dörrbananen, Zedernholz, perfekte Adstringenz.
 

2005 Château Margaux

Parker 98+/100

Vinum: Ein absolutes Meisterwerk!

Sattes Purpur, lila mit violettem Schimmer. Tiefes, würziges Bouquet, viel blaue Beeren, Teer, Cassis, Maulbeeren, Trüffel, florale Frische. Im Gaumen gewaltige Dichte, alles bewegt sich im blau- bis schwarzbeerigen Bereich, Frische bleibt erhalten, massive Konzentration, fast fleischiger als stoffig.
 

2009 Pavillon Rouge

Der gesuchte Zweitwein von Château Margaux besitzt bereits jetzt schöne Aromen von dunklen Beeren. Am Gaumen zeigt sich eine schöne Fülle mit feinen Tanninen und ein lang anhaltender Abgang
 
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Château Margaux experimentiert mit Schraubverschluss

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Sonntag, 23. Februar 2014

Drei Neue beim VDP

Mit den Neuaufnahmen Franz Keller (Baden), Rudolf May (Franken) und Joh. Bapt. Schäfer (Nahe) ist die Mitgliederzahl des Verbandes der Prädikatsweingüter auf nun 202 Betriebe gewachsen. "Wachstum ist jedoch kein Selbstzweck", so VDP-Präsident Steffen Christmann, der in einer Presseinformation das Qualitätsstreben hervorhob.

vlnr: VDP Neuzugänge Rudolf May (Franken), Fritz Keller (Baden), Joh. Bapt. Schäfer (Nahe), Fotoquelle: VDP.de/
                           Ralf Kaiser, Weinkaiser.deIm folgenden finden Sie Porträts der drei Neuzugänge:
Baden, Franz Keller Schwarzer Adler
Das Weingut Franz Keller – Schwarzer Adler kam vor mehr als hundert Jahren wieder in Familienbesitz und steht seit Jahrzehnten für durchgegorene Weine. Die Weine dieses Hauses spiegeln das ganze Potential des Kaiserstuhls und seines einzigartigen Mikroklimas wieder. Fritz Keller leitet das Gut in dritter Generation. Zusammen mit seiner Frau Bettina, Sohn Friedrich und dem ganzen Team setzt er sich kompromisslos für Qualität ein, angefangen beim individuell auf Boden und Mikroklima abgestimmten Pflanzgut, über schonende Bearbeitung der Reben, bis zur Lese zum optimalen Zeitpunkt. Mit dem neuen Weingutsgebäude wurde auch der Ausbau der Weine in Edelstahl oder in traditionellen Eichenholzfässern und Bar-riques weiter optimiert. Keller-Weine sollen ideale Speisenbegleiter sein. Die-ser Anspruch ergibt sich schon aus der Geschichte des Hauses, dessen Ursprung das heutige Restaurant Schwarzer Adler ist, seit 1969 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
"Die Aufnahme in den Verband ist für uns eine wunderbare Bestätigung unserer Arbeit und für die herausragende Qualität unserer Weine – Ein fantastischer Start ins neue Jahr" (Fritz Keller, mittig).
Franken, Rudolf May
Das Weingut Rudolf May hat seinen Sitz in Retzstadt, einer kleinen Winzergemein-de nördlich von Würzburg. In dem Seitental des Mains stehen die Reben auf kargem Muschelkalkboden. Petra und Rudolf May betreiben seit 1998 dieses Weingut, das aus einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb entstanden ist. Die Rebfläche beträgt 13,5 Hektar mit der Hauptlage Retzstadter Langenberg. Aber auch in Thüngersheim und Stetten werden Weinberge bewirtschaftet. Besonders gepflegt wird der Silvaner, der auf über 60 Prozent der Fläche wächst und schnörkellose, mineralisch gepräg-te Weine ergibt. Die englische Weinkritikerin Jancis Robinson schrieb über den Silvaner „Wellenkalk“: „Jeder, der daran zweifelt, dass der Silvaner zugleich eine großartige Textur und säurebetonte Rasse haben kann, wird eines Besseren belehrt. Toll, jemanden so hingebungsvoll arbeiten zu sehen, und dies auf derart kargen Böden.“
"Die VDP.Prädikatsweingüter sind für uns wichtig, weil im VDP ein hohes Quali-tätsdenken herrscht und wir uns gerne dieser Herausforderung stellen wollen. Den Adler auf der Kapsel zu haben ist eine besondere Auszeichnung. Dabei zu sein macht uns sehr stolz." (Rudolf May, links)
Nahe, Joh. Bapt. Schäfer
Das Weingut Joh. Bapt. Schäfer liegt an der unteren Nahe in Burg Layen. Sebasti-an Schäfer übernahm 2002 den Betrieb von seinem Vater und führt ihn nun in vier-ter Generation. Mittlerweile werden sieben Hektar Weinberge bewirtschaftet. Ne-ben den Burgundersorten spielt der Riesling mit 60 Prozent die Hauptrolle im Sortiment. Die bis zu 40 Jahre alten Rieslingreben wurzeln im steinigen Verwit-terungsboden der steilen Südlagen Dorsheimer Pittermännchen und Goldloch sowie Burg Layer Schlossberg. Sebastian Schäfer strebt charakterstarke, individuelle Rieslinge an, die ihr Terroir perfekt widerspiegeln. Der überwiegende Teil der ausdrucksstarken, mineralischen Weine wird trocken ausgebaut. Edelsüße Raritä-ten, die zu den Spitzen an der Nahe zählen können, krönen in manchen Jahren die Produktion.
"Die Prädikatsweingüter sind für mich die wichtigste Winzervereinigung in Deutschland, weil sie durch strenge Richtlinien und hohe Qualitätsanforderungen das Ansehen des deutschen Weines auf eine neue Dimension bringen." (Sebastian Schäfer, rechts)
Mehr Informationen: vdp.de

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Freitag, 21. Februar 2014

Shiraz Tall Gum BIN 110 "Exzellente Frucht(...) herrliche Dichte (...) perfekte Eleganz!"

Shiraz Tall Gum BIN 110

Der kräftige Australier zeichnet sich durch eine exzellente Frucht von saftigen Brombeer- und Heidelbeeraromen, einem Hauch Lakritz sowie würzigen Pfeffernoten aus.

Am Gaumen verwöhnt der feine Wein mit herrlicher Dichte, feinen Tanninen und einem köstlich fruchtigen Abgang, getragen von einer erfrischenden Säure. Das ist perfekte Eleganz im Weinglas! Aber eigentlich braucht ein australischer Shiraz gar keine Beschreibung - er spricht für sich!
Zumal wenn er aus dem Premium-Anbaugebiet Murray-Darling im Südosten Australiens kommt. Das Murray-Darling-Becken beheimatet das größte Flusssystem Australiens. Es ist ein besonders fruchtbares Land mit einem trockenen, warmen Kontinentalklima.
Der 2009er Jahrgang war von einer großen Hitzewelle Ende Januar betroffen, doch die australischen Winzer sind begeistert von den Ergebnissen der Ernte. Sie brachte reduzierte Erträge, eine qualitative Voraussetzung für elegante komplexe Rotweine wie diesen Tall Gum Shiraz.

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Mittwoch, 19. Februar 2014

Bordeaux 2013: "Ein schrecklicher Jahrgang"

Zur vorläufigen Absage von Chateau Le Pin gesellen sich jetzt nach und nach weitere Güter, die ihre Teilnahme ebenfalls abblasen. Bereits letzte Woche hat Château Malescasse bekannt gegeben, überhaupt keine Weine aus 2013 zu produzieren. Alle Erzeuger sind sich einig: 2013 war der schlechteste Jahrgang seit mindestens 20 Jahren. Nur die wohlhabenden Châteaux sind diejenigen, die über halbwegs ausreichende Mengen verfügen. Allerdings konnte Château Lafite nur 30 Prozent seiner Ernte für seinen Grand Vin verwenden - in 2011 waren es 38 Prozent gegenüber 40 Prozent in 2010.
enprimeur
Optimisten sprechen aktuell davon, dass der Jahrgang 2013 trotz der kleinen Mengen sehr gute Weine hervorbringen könnte. "Es ist ein Jahrgang der Reichen, denn sie hatten alle Mittel, finanziell, technisch und personell, um das Nötige zu tun", sagt der bekannte Weinberater Stéphane Derenoncourt. "Insgesamt gesehen ist 2013 ein schrecklicher Jahrgang, der eigentlich überhaupt keiner war."

Und Stephen Browett, Vorsitzender des in Großbritannien ansässigen Handelshauses Farr Vintners meint: "Mit 2013 erwarten wir ein sehr bescheidenes Weinjahr - eigentlich könnte man sich die En Primeur Kampagne sparen. Bei unseren Kunden konnten wir bisher kein Interesse an diesem Jahrgang feststellen."

Die großen Negociants in Bordeaux konzentrieren sich auf die Preise, die sich nach deren Meinung gegenüber der letztjährigen Kampagne merklich senken müssten. Dennoch wird die diesjährige En Primeur Kampagne, organisiert von der Union de Grand Crus, stattfinden und am 31. März starten.(red.yoopress)

Dienstag, 18. Februar 2014

Gibt es weiblichen und männlichen Weingeschmack?

Trocken, feinherb oder eher lieblich? Wie soll der Wein sein? In den letzten Jahren ist Rosee eine echte Trend-Trink-Farbe für Frauen geworden. Doch: Gibt es das überhaupt? Weiblichen und männlichen Weingeschmack? Auf der Weinmesse "RendezVino" in Karlsruhe sind Natalie Lumpp und Gaby Damasko dieser Frage nachgegangen:

Hier klicken um das Video anzusehen


 

Montag, 17. Februar 2014

Mord während des Bad Dürkheimer Wurstmarkt

Ein Buchtipp:

Weinstraßengold von Markus Guthmann

Weinstraßengold

Auf dem »Wurstmarkt« in Bad Dürkheim, dem größten Weinfest der Welt, herrscht Ausnahmezustand. Während die einen ausgelassen feiern, segnen andere das Zeitliche. Zuerst stirbt eine junge Frau, die gute Aussichten hatte, Deutschlands erste dunkelhäutige Weinkönigin zu werden. Dann wird ein Waffensammler durch eine Mine ins Jenseits befördert. Während die Presse einen terroristischen Hintergrund unterstellt, ermittelt Staatsanwalt Röder an der sonst so friedlichen Deutschen Weinstraße, bis ihn eine heiße Spur in die Eifel und zurück in die Nachkriegstage führt. Dort stößt er nicht nur auf ein lange gehütetes Geheimnis, sondern gerät auch einmal mehr in Lebensgefahr.

Das sagen die Leser

Da mir die vorangegangenen Krimis dieser Reihe auch schon gefallen haben, habe ich mich auf diesen gefreut und sein Erscheinen herbeigesehnt, und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Es ist ein typischer Krimi dieser Reihe mit interessanter, spannender Kriminal-Geschichte, die auch offensichtlich bestens recherchiert ist; diesmal nicht mit einem großen Komplott oder einer riesigen Verschwörung, wie sie kaum in das Milieu und die Gegend passt, sondern mit einem genau passenden, facettenreichen Plot.
Aber vor allem gefallen mir die liebevollen und detailreichen Beschreibungen der Region, vor allem der Vorderpfalz, hier besonders des Bad Dürkheimer Wurstmarktes (ein Volksfest und das größte Weinfest der Welt) - und was noch interessanter ist, die Beschreibungen der Personen und ihrer Lebensumstände.

 




Sonntag, 16. Februar 2014

Brad Pitt und Angela Jolie planen einen Rotwein "Super Provence"


miraval
Der "Super Procence" im Stil eines "Super Toskaner" könnte auch ein Vins de Franc werden. (© Chateau Miraval)
FRANKREICH (Correns) - Das Schauspielerpaar Pitt & Jolie, das zusammen mit der Familie Perron das Chateau Miraval (nördlich von Grignoles im Department Var der Procvence) führt, plant einen Rotwein als "Super Provence" im Stil eines "Super Toskaner" zu lancieren. Die Trauben sollen von Anlagen stammen, die ab nächstem Jahr außerhalb der Grenzen der Apellation neu angelegt werden.
"Wir glauben, dass die Toskana und die Provence viele Gemeinsamkeiten haben. Angefangen vom Klima und der Nähe zum Meer bis zu den Böden", sagt Marc Perrin. "Wir haben hier ein Terroir, das geeignet ist einen Rotwein stilistisch wie einen Super Toskaner hervorzubringen. Allerdings befinden sich einige unserer besten Terroirs mit kargem Kalkstein an Hängen mit schützenden Waldkuppen außerhalb der traditionellen Herkunftsbezeichnung Coteaux Varois und Côtes de Provence."
Im Tal wo Château Miraval seine Rebanlagen hat wurden rund 500 Hektar nach einer geeigneten Anbaufläche untersucht. Die bekannten französischen Geologen Claude und Lydia Bourguignon haben gleich drei ideale Bereiche ausgemacht. "Wir werden mit verschiedenen Rebsorten experimentieren, darunter Syrah, Mourvèdre und Cabernet Franc sowie noch einige andere", sagt Marc Perrin. "Wenn uns der Zugang zu einer Appellation wg. der Lagen verwehrt wird, dann wird es ein Vins de Franc werden. Auf welche Rebe wir uns dann letztlich konzentrieren ist noch nicht entschieden."
Der Verkauf des Rosé Miraval, auf den sich das Gut konzentriert, läuft derweil sehr gut. Rund 20 Prozent der 50 Hektar hat Château Miraval mit roten Sorten im Ertrag. Fast das gesamte rote Traubenmaterial wird für den Rosé verwendet. Auch diejenigen Händler, die sich bereits in eine Warteliste eintragen ließen, werden dennoch nur eine eingeschränkte Menge des Rosé bekommen, dessen gesamte Produktionsmenge auf 200.000 Flaschen begrenzt ist. Der durchschnittliche Preis des Rosé Miraval beläuft sich im europäischen Raum auf 22 Euro. (red.yoopress)
 
Quelle: Yoopress/Decanter

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Freitag, 14. Februar 2014

Weine von Aldi, Lidl, Penny & Co.: Große Namen, wenig Geschmack

Jürgen Röder, Weinexperte des Handelsblatts, hat zu Weihnachten mit Freunden Weine aus Discountern probiert. Hier sind seine Bewertungen die sich zu 100 % mit meinen Erfahrungen decken:

Große Namen, wenig Geschmack
Wer für die Feiertage Weine aus den Top-Regionen trinken will, findet bei den Discountern ein vielfältiges Angebot. Doch was taugen diese Tropfen? Meine Freunde und ich haben einige einem „Geschmackstest“ unterzogen.

Weine aus den Discountern wie Aldi, Lidl, Netto, Penny oder Norma erfreuen sich großer Beliebtheit. Es gibt sogar ein spezielles Buch, das jährlich erscheint und sich mit einem besonderen Stil ausschließlich mit diesen Weinen beschäftigt, die in Discountern und Supermarktketten angeboten werden. In dieses Buch „Super Schoppen Shopper“ werden insgesamt 1500 Weine beschrieben.

Spätestens im Monat Dezember erhöht sich das Angebot der Billigheimer. Dann liegen in den Regalen dort die Weine für das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel. Die Preise für diese Tropfen liegen meist über denen des ständigen Angebotes, mit vielversprechenden Namen aus den Top-Weinregionen Europas. Doch halten die Namen, was sie versprechen? Um Antworten auf diese Frage zu geben, habe ich vier „teure“ Weine aus verschiedenen Discountern gekauft und anschließend mit acht befreundeten Weinliebhabern verkostet.
 
Lagar de Robla, 2008, Vino des Arganza Spanien Vino de la Tierra de Castilla y Leon, gekauft beim Discounter Norma für 5,99 Euro
Dieser Wein, ein Landwein aus dem Nordwesten Spaniens, wirbt mit 91 Punktendes weltweit einflussreichsten Weinkritikers Robert Parker – was übersetzt heißt: ein hervorragender Wein. Doch davon haben wir bei der Verkostung nichts gespürt. Kaum ein Aroma in der Nase, anfangs auf der Zunge noch einigermaßen süffig, aber anschließend ohne Nachhall und Power.
 
Und die angeblich 18 Monate lange Reifung in amerikanischen Eichenfässern hat dem Landwein auch nicht geholfen. Für mich, der gerne spanische Weine trinkt, und hier aufgrund der klimatischen Bedingungen einen kräftigen Weine erwartet hat, eine Enttäuschung.
Selten habe ich Wein erlebt, bei dem die Parker-Punktezahl und mein Geschmacksempfinden so extrem gegensätzlich sind. Wie kann das sein? Sind die Punkte echt? Ja, denn sie wurden so im Parkers Wine Advocat veröffentlicht. Wurden Sie vielleicht gekauft? Das weiß man nicht, und man wird es nie herausfinden.
Denn es gab vor zwei Jahren bereits einen Skandal, wobei der Ruf der Parker-Benotungswelt speziell für Weine aus den spanischsprachigen Ländern geschädigt wurde. So soll Geld von Kellereien geflossen sein, um damit an Tastings des Parker-Benoters Jay Miller mitmachen zu dürfen. Angeblich sollen allein in der spanischen Region Murica 30.000 Euro geflossen sein, und für das Geld soll es hohe Parker-Punktzahlen gegeben haben.
Schließlich benötigt die spanische Weinbranche hohe Parker-Punktzahlen, um die fehlende Nachfrage angesichts der Wirtschaftskrise im eigenen Land durch Exporte wieder wettmachen zu können. Und eine hohe Parker-Punktzahl sorgt immer noch für hohe Umsätze.

Châteauneuf du Pape 2012, gekauft bei Aldi für 9,98 Euro

Wenn ich einen Châteauneuf du Pape aus dem Weinbaugebiet des südlichen Rhônetals trinke, dann erwarte ich einen wuchtigen Wein mit reifen Aromen von Beerenfrüchten und komplexen Gewürzen sowie einem relativ hohen Alkoholgehalt. Der hier produzierte Rotwein hat einen hervorragenden Ruf und wird oft als einer der besten Weine überhaupt bezeichnet.

Doch das haben ich sowie meine Freunde beim Aldi-Wein nicht erkannt. Der zeigte sich im Glas ungewohnt hell, der Duft verhalten und nicht komplex. Der Wein schmeckte nach zarter Frucht, hatte etwas Säure und nur wenig Gerbstoffe. Es war ein einfacher Wein, der sogar etwas Charme hatte. Aber er war nicht vergleichbar mit einem „klasssischen“ Châteauneuf du Pape; was natürlich auch mit dem Jahrgang zusammenhängt.
Getrunken werden kann dieser Wein eigentlich erst nach drei Jahren, gute Jahrgänge können über mehrere Jahrzehnte gelagert werden. Da kann ein Jahr alter Aldi-Wein nicht mithalten. Für das Geld gibt es beim Discounter oftmals bessere Weine aus dem südlichen Rhônetal – bei denen nur nicht der große Namen Châteauneuf du Pape auf dem Etikett steht.

Saint Emillion Grand Cru 2010 Grand Vin de Bordeaux, gekauft bei Lidl für 8,99 Euro
Ein großer Bordeaux-Wein, ein großes Gewächs. So steht es auf dem Etikett. Aber leider lässt der Wein derzeit nur erahnen, dass er aus der weltweit größten zusammenhängenden Region für Qualitätsweine stammt; denn der Jahrgang 2010 ist für das Weihnachtsfest 2013 eher nicht geeignet.

 Dieser Wein, eine Cuvée aus Merlot, Cabernet Franc und ein bisschen Cabernet Sauvignon muss noch ein paar Jahre reifen, um unter anderem den noch recht hohen Säureanteil abzubauen. Dabei schmeckte dieser Wein gar nicht so schlecht, obwohl ich anfangs im Glas wenig gerochen habe. Ich hätte die Flasche lieber Ende 2014 aufmachen sollen.

Contessa Paolina Barolo 2009, gekauft für 8,99 Euro bei Penny


Für mich ist der Barolo immer noch einer der besten Weine überhaupt. Dabei ist die Nebbiolo-Traube, aus der dieser Wein gemacht wird, nicht so leicht zugänglich. Der Nebbiolo gehört zu den am langsamsten reifenden Weinen, aber damit auch zu denen, die ihre Qualität am längsten behalten. Bereits nach den drei Jahren, die ein Barolo reifen muss, zeigt sich die Traube von ihrer besten Seite.
Barolo-Weine aus der italienischen Region Piemont kosten mindestens 20 Euro - das weiß ich nach mehreren Urlauben dort. Manche Top-Erzeugnisse sind nicht unter 200 Euro käuflich zu erwerben. Kann der Penny-Wein, der nur einen Bruchteil kostet, mithalten? Jein, lautet meine Antwort. Der Wein aus dem Penny-Regal ist kein schlechter, sondern ein Wein ohne Tadel, der auch nach der Nebbiolo-Traube schmeckt. Er roch sehr angenehm, auch die Tannine waren zu schmecken.

Trotzdem ist es nur ein „Barolo light“, denn es fehlten die Opulenz, die mächtigen, warmen Gerbstoffe und die noble Frucht, die eigentlich einen guten Barolo ausmachen. Dennoch war ich überrascht vom Penny-Wein und vor allem von seinem Preis. Offenbar ist das Angebot so groß und die weltweite Nachfrage geringer, so dass Barolo-Weine so preisgünstig angeboten werden können.

Fazit: Nein, diese Weinen konnten ihren Ansprüchen nicht genügen – zumindest nicht denen, die mit dem Etikett verbunden sind. Es waren – vielleicht bis auf den spanischen Wein Lagar de Robla – keine grundsätzlich schlechten Tropfen. Aber bevor ich einen Châteauneuf du Pape für 9,99 Euro kaufe, kaufe ich lieber einen vom Anspruch her einfacheren Wein.

Weinkaufführer Supermarkt - Einkaufsführer und Informationsquelle rund um den Kauf von Wein im Supermarkt

Weinkaufführer Supermarkt - Einkaufsführer und Informationsquelle rund um den Kauf von Wein im Supermarkt - Dieter Freiermuth
 
Soll man im Supermarkt Wein kaufen oder nicht?
Die Antwort gibt bereits der Markt. Über 70 % aller Weine werden über
die Supermärkte verkauft. Allein der Marktführer Aldi verkauft jede 5.in Deutschland getrunkene Flasche Wein.
Dieter Freiermuth, Winzersohn aus Bad Dürkheim/Pfalz und Weinfachberater bei Globus stellt Ihnen in diesem Buch 100 empfehlenswerte Weine aus den verschiedenen Supermärkten vor, damit Sie Reinfälle beim Weinkauf vermeiden.
Vom unkomplizierten Alltagstropfen bis zu Spitzenweinen von VDP Weingütern ( Ja, auch die gibt es inzwischen im Supermarkt ) finden Sie Empfehlungen in diesem Buch.

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Mittwoch, 12. Februar 2014

Cooler Kultwein Fattoria Kappa aus der Toskana

Kult, Kult, Kult… und deshalb kaum zu bekommen! Spricht man über den Fattoria Kappa Toscana 2011, dann sind alle Weinfreaks wie elektrisiert. Insbesondere die Weinbar- und Restaurantszene von München bis Berlin hat einen Narren an dem Wein aus der Toskana gefressen. Und der Hype kommt nicht von ungefähr, verbirgt sich doch hinter dem Projekt Fattoria Kappa kein Geringerer als Manfred Klimek alias Captain Cork, der viele Jahre mit seinem Weinblog für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Der nennt seinen Bolgheri-Rosso schlicht ‘Volkswein’ und rockt damit die etablierte Supertuscan-Fraktion. Cool, cooler, Kappa!

Fattoria Kappa Toscana 2011




Was für ein geiler Widerspruch… Weinguts-Besitzer Manfred Klimek alias Captian Cork, der die Fattiora Kappa mit Freunden zusammen besitzt, nennt seinen Wein ganz salopp 'Volkswein', obwohl er aus dem noblen Bolgheri stammt und bei jeder Probe locker als veritabler Supertuscan durchgehen würde. Typisch für den leidenschaftlichen Querdenker, denn die Wahrheit zeigt sich bei ihm immer im Glas und nicht auf dem Etikett! Und als wahrhaftiger Wein kommt auch der kultige Kappa ins Glas, der zurzeit für Furor in den angesagten Weinbars und Restaurants Deutschlands sorgt. Man kann sich glücklich schätzen überhaupt mal eine Flasche dieses coolen Italostoffs zu ergattern, der zugegeben, viel, viel Bolgheri bietet für seinen Preis.

Mit einem dunklen Rubinrot mit violettem Saum steht er im Glas. Das brodelnde, wild-würzige Aroma mit schwarzen Kirschen, Pflaumenkompott, Schlehe, neuem Leder, Haselnuss und Gewürzen fordert die Nase heraus. Selten macht ein Bouquet so neugierig auf den Wein wie dieses. Am Gaumen mit kernigem Weinsäuregerüst, großartiger Fruchttiefe, würzigem Kräutergout, aber auch filigranen Fassnoten, Toast und Tabak. Im Nachhall überraschend zugänglich, charmant, ganz der Italiener.
Ein Wein für echte Freaks, die sich erst jenseits der Trampelpfade richtig wohlfühlen.


Das Weingut




Fattoria Kappa ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Journalisten Stefan Klasmann, des Fotografen Manfred Klimek (der in der Weinszene vor allen als Captain Cork bekannt ist) und des Önologen Andrea di Maio in Bolgheri und dem benachbarten Castagneto Carducci. Das berühmte Anbaugebiet liegt in unmittelbarer Meeresnähe, hat ein mildes Klima und Böden die von Mineralien, Eisen, Muschelkalk und Schwemmsand geprägt sind. Legendär die Weine dieser Region wie Sassicaia, Ornellaia, Masseto oder Guado al Tasso um nur die größten (und teuersten) Namen zu nennen. Also ein weiterer ultrateurer Supertuscan, diesmal aus den Händen der Toskanafraktion? Nein, denn Klasmann, Klimek und di Maio hatten anderes im Sinn als sie 1999 ihr Projekt starteten und 4ha mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Petit Verdot und Cabernet Franc anlegten, die Grundlage des einzigen Weines, den Fattoria Kappa. Ihre Philosophie erklären sie so: "Der typische Kappa-Stil ist leicht zu beschreiben: Kappa will ein leicht konsumierbarer Wein mit Anspruch sein, ein Beatles-Song. Ein später Beatles-Song, etwa so wie 'Get Back'. Mitsingbar und anspruchsvoll zugleich. Kappa will Pop sein. Und Kappa ist Pop. Und deswegen vermeiden die Weinmacher von Kappa auch jede Überhöhung oder kurz: Der Wein muss 'lecker' sein. Und er muss das Terroir wiedergeben. Er muss also authentisch sein." Das Konzept ist auf jeden Fall aufgegangen, auch weil die drei Macher preislich auf dem Teppich geblieben sind (Kappa ist ein Volkswein) und ihren Rosso nur in ausgesuchten Restaurants und im Fachhandel verfügbar machen. Ein etwas anderer Kultwein aus der Toskana also.

Der Wein

Fattoria Kappa Toscana 2011 ist eine Cuvée aus 30% Sangiovese, 25% Cabernet Sauvignon, 10% Syrah, 10% Cabernet Franc, 5% Merlot und anderen Reben, die naturnah gezogen werden. Die Lese fand per Hand statt, beim Ausbau des Weines werden nur natürliche Hefen benutzt, die Vergärung ist spontan und findet teilweise in Holzfässern, teilweise in Tongefäßen statt. Die Maischestandzeit ist ungewöhnlich klang, nach Abzug des Weines reifte er 12 Monate Eichen-Holzfässer, die Kappa in einer regionalen Fassbinderei herstellen lässt, die nur altes, speziell gelagertes Eichenholz verwenden. Danach folgte eine 6-monatige Reife in Zementtanks. Der Wein wurde ohne Schönung und Filtration abgefüllt.
 






Hier können Sie den Wein für 19,95 € bestellen

Weitere Weine aus Bolgheri finden Sie hier



 




Dienstag, 11. Februar 2014

Rotwein des Jahres: Compañia Viñedos Iberian Yaso 2012




Unser Rotwein des Jahres kommt aus Toro! Borja Osborne ist ein Spross der bekannten spanischen Familie Osborne und steht hinter diesem ehrgeizigen Projekt aus Toro!
Die Finca Lomopardo gehört zur Compania Vinedos Iberian und liegt im Südosten der Provinz Zamora bzw. der D.O. Toro. Die Bodenprofile sind von Kalk und rötlichbraunen Böden dominiert, auf denen der Tinto Fino (Tempranillo) bereits seit über 2.000 Jahren angebaut wird. Der Tempranillo kann in dieser D.O. wahrlich zur Höchstform auflaufen! Zweifelsfrei sind Rioja und Ribera del Duero die bekanntesten Anbaugebiete für den Tempranillo in Spanien – aber die sehr guten Tempranillo aus der D.O. Toro brauchen sich wahrlich nicht zu verstecken!
Compañia Viñedos Iberian Yaso 2012

 Der 2012er YASO wurde natürlich zu 100% aus Tempranillo gekeltert und reifte anschließend sechs Monate in zweijährigen Fässern. Wir konnten den Wein vorab aus dem Barrique probieren und waren sofort begeistert: Tempranillo in Reinstform! Schwarzkirsche satt und ein berauschender Duft in der Nase machen sofort Lust auf mehr! Am Gaumen mit einer sehr intensiven Primärfrucht versehen, überzeugt der Wein auf der ganzen Linie! Füllig, samtig und ansprechend wuchtig sind es die typisch fleischigen Aromen des Tempranillo, die hervorragend zur Geltung kommen. Und dabei hat der Wein genau die richtige Portion Gerbstoffe durch die er beeindruckend gestützt wird ohne jedoch zu dominieren. Die reintönige Tempranillofrucht ist dabei so charmant und der Wein kommt so mollig daher, dass man keine andere Chance hat als dem Wein zu erliegen! Das ist das neue, moderne, junge Spanien!


„The 2012 Yaso is 100% Tinta de Toro aged six months in French oak. It boasts a dense ruby/purple color as well as a big, sweet perfume of blackberries, white chocolate, licorice and graphite. Full-bodied and opulent, it offers a fresh, full, exuberant mouthful of red wine with some minerality as a result of the high-elevation limestone soils from which the grapes emerge. It should drink well for a minimum of 4-5 years.“
93/100 Punkte - Trinkreife 2014-2028

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Montag, 10. Februar 2014

Der Weinskandal – das kann kein Zufall sein!

Ein Post von Cordula Eich auf http://www.superschoppen.com/2014/02/07/wasser-weinskandal/

Was ist hier eigentlich los???
Man hat Wasser im Wein gefunden! In Weinen mit einem Biosiegel!
Aha!
Also, so ganz nebenbei … Wein besteht zu ungefähr 87% Wasser, plus-minus 12% Alkohol, einem bisschen Fruchtzucker und dem kleinen Rest, der dem Ganzen den Geschmack verpasst. Wein ist Wasser! (Okay … natürlich mit Alkohol, Zucker und dem kleinen Rest …)
Jetzt kommt der Skandal, dem die deutschen Behörden in einträchtiger Zusammenarbeit mit den EU-Autoritäten auf die Spur gekommen sind: Vermeintlich hat jemand diesem „kleinen Rest“ unerlaubterweise noch ein paar Extratropfen Wasser zugefügt!!!! Pfui!!!!!
„Ist das schlimm?“ werden Sie sich fragen … Es ist halt nicht erlaubt!
Ist das logisch? Wo eine Flasche San Pellegrino fast mehr kostet, als die betroffenen Weine? Ist der Wein jetzt kein Wein mehr? Oder ist er nicht mehr Bio?!
Hier geht es nicht um ein paar Tropfen H2O! Hier geht es um etwas VIEL größeres!
Eine Verschwörung!
Ich mache mich an die Arbeit! Ich werde recherchieren, bis ich die Antworten auf folgende Fragen habe:
  • Wie viel Wasser wurde denn eigentlich den Weinen beigemischt, die jetzt vernichtet werden mussten? (Nicht dass ich die Vernichtung jetzt schrecklich bedaure … Schließlich geht es um Weine, die im Super Schoppen Shopper keinen Ehrenpreis gewonnen haben. ;-) )
  • Wie hat man das bloß festgestellt?
  • Warum sind die Gutachten so widersprüchlich?
  • Wer hätte an dem Gepansche ein Interesse?
  • Wessen Interessen werden durch diesen Skandal denn noch tangiert?
  • Kann man Weinproduzenten grundsätzlich trauen? Oder den Italienern?
  • Wie steht es um unser Vertrauen in die Behörden?
In naher Zukunft werde ich an dieser Stelle berichten! Und wer noch eigene offene Fragen hat, darf sie hier gerne stellen! Die werden dann mit recherchiert!
Zum Einarbeiten und Mitdenken noch ein bisschen Lesestoff: hier gibt es ein paar Grundlagen, hier etwas Vergleichsmaterial und hier ein bisschen Hintergrundinformation.
(Spricht natürlich wieder voll für die Verschwörung, dass all diese Seiten zwar in mindestens 16 Sprachen übersetzt wurden, nicht aber in Deutsch!)

Bis dann!



 

Sonntag, 9. Februar 2014

Der teuerste Weißwein Italiens!

Mit Montrachet und Mersault auf einer Stufe - Das Grande Cuvee
Dies ist zweifelsohne ein mutiger Schritt im bodenständigen Südtirol und in den Zeiten des lahmen Weinabsatzes italienischer Weine im In- und Ausland: Ein junger Weißwein für 150 €! Für die Genossenschaft Terlan, die heute im Ansehen nicht nur in den Sternerestaurants mit Alois Lageder und sogar Angelo Gaja auf einer Stufe steht, ist es jedoch ein konsequenter Schritt auf dem eingeschlagenen Weg.

Langlebige Weißweine

Die Kellerei Terlan hat sich in den vergangenen Jahrzehnten durch außergewöhnlich langlebige und mineralische Weißweine weltweit ein beachtliches Renommee aufgebaut. Dies nutzt sie nun für den Wein, der die Essenz sein soll, den Terlaner I (Primo), Grande Cuvée. Ab 1. März 2014 in eng begrenzter Stückzahl (Anmerkung Redaktion: Weniger als 3000 Sieben-Zehntel-Flaschen) erhältlich.
150 € ist ja nicht die Spitze im Hause Terlan, denn die 30, 40 oder 50 Jahre gereiften Weißweine der Kellerei kosten noch eine Stange mehr. Sie präsentieren sich teils mit erstaunlicher Frische, Finesse und Balance am Gaumen.
Steffen Maus: "Unglaublich gut waren ein 1957er und ein 1967er in der Probe am 18. Januar in der Kellerei, an der 22 Journalisten aus Italien und Deutschland teilnahmen."

Boden und Rebsorte

Grundlage dieses außergewöhnlichen Qualitätspotenzials ist der besondere Boden im Terlaner Becken und das Klima und sicherlich die sehr lange Erfahrung mit Spitzenweinen im Hause seit den Fünfzigern, die sie anderen Genossenschaften und Winzern voraus haben. Dank dieser langen Weißwein-Historie war für die Terlaner die Zeit reif für einen Wein, an dem sich das Wesen Terlans im Glas schon in jungen Jahren zeigt. Im Terlaner I Grande Cuvée sind die Rebsorten Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon aus den Crus Winkl, Kreuth und Vorberg vereint.
Rudi Kofler, würdiger wie bescheidener Nachfolger des legendären Stocker, der von 1955 bis 1993 am Ruder war, wählt aus den Top-Lagen die ältesten und ausdruckstärksten Weinbergteile aus. Die langsame Reifung im großen Eichenholzfass, die lange Lagerung auf der Feinhefe und ein weiteres Jahr in der Flasche sind Garanten für die facettenreiche Aromastruktur und sein unvergleichbares Entwicklungspotential. Das Bestreben war es, einen großen Wein zu kreieren, der ebenso wie die bedeutenden Weine der Welt (Burgund) durch Tiefe, Mineralität und Eleganz besticht.

Test bestanden

Steffen Maus dazu: „Mit den in der Blindprobe aufgestellten Spitzenburgundern aus Grand-Crus-Lagen des Jahrgangs 2011 stand der Wein auf einer Stufe, seine Herkunft war deutlich erkennbar, ebenso wie die der Burgunder."
Dass das Terroir von Terlan ein jahrtausendealtes Geheimnis birgt, ist den Südtirolern seit vielen Generationen bewusst. Aktuelle geologische Untersuchungen untermauern nun dieses überlieferte Wissen durch wissenschaftliche Daten. Kernbohrungen im Bereich der drei Lagen des Terlaner I Grande Cuvée und die Analyse der Bodenproben belegen das Vorhandensein eines subvulkanischen Gesteinskörpers. Dieser ist durch die langsame Erstarrung von Magma unterhalb der Oberfläche entstanden und hat über Jahrmillionen hinweg in seinem Inneren besondere Kristalle entwickelt. Die Böden haben einen außergewöhnlich hohen Siliziumdioxidgehalt, sind reich an Polyphenolen sowie natürlichen Nährstoffen und tragen damit maßgeblich zur Einzigartigkeit der Terlaner Weißweine bei.
Die Grande Cuvée, die nur in jenen Jahren abgefüllt wird, in denen alle Faktoren ideal zusammenspielen, wurde im Jahr 2011 erstmals produziert und im Januar 2014 offiziell vorgestellt. „Von diesem Jahrgang gibt es nur 2850 Flaschen. Sie werden in Zukunft vorwiegend auf den Weinkarten der internationalen Spitzengastronomie zu finden sein“, so liess Verkaufsleiter Klaus Gasser verlauten. Wenn noch was übrig bleibt (Anmerkung Maus), soll der Terlaner I (Primo) Grande Cuvée für ca. 145 Euro im Fachhandel erhältlich sein.
 
 
 
Italiens Weinwelten: ITALIENS WEINWELTEN wurde ausgezeichnet mit dem "Gourmand World Cookbook Awards" in der Kategorie: Best Book on European Wine und ... Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD)
 

 


Der renommierte Weinjournalist Steffen Maus legt hier ein epochales Weinbuch über Italien vor, bestimmt von einem neuen Ansatz der Weinwelten . Es ist eine Ode an die italienische Erde, die Menschen und die Traube, aber auch ein romantischer Thriller für Weinliebhaber - geschrieben und fotografiert mit der Hand auf dem Herz der italienischen Weinkultur. Es wird eine lustvolle Geschmacksexpedition auslösen und Sie zum wahren italienischen Weingenuss führen.

Samstag, 8. Februar 2014

Schönborn’sche Weingüter verlassen VDP

schoenborn

Leicht ist es Paul Graf von Schönborn sicher nicht gefallen. Nach den diversen Verfehlungen seines früheren Betriebsleiters im Rheingau und ebenfalls nicht immer gesetzeskonformen Aktivitäten des Chefs in Franken hat er gegenüber dem Verband der Prädikatsweingüter (VDP) jetzt seinen Austritt für das Domänenweingut Schloss Schönborn in Hattenheim und für Schloss Hallburg in Volkach (Franken) erklärt. Man sei zwar Gründungsmitglied des VDP, aber man wolle möglichen Imageschaden vom Verband abwenden und gegenüber Kunden und Kollegen glaubwürdig sein und einen Neuanfang starten, erklärte der Graf.
Sein erklärtes Ziel ist eine Wiederaufnahme in einigen Jahren, wenn alle juristischen Schritte abgearbeitet sind (im Rheingau sind die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen) und die Restrukturierung von Weinbau und Keller vollendet ist. Für beide Weingüter wurde mit Torsten Kuhne (vorher in Württemberg im genossenschaftlichen Bereich als Geschäftsführer tätig) ein kaufmännischer Geschäftsführer eingestellt. Den Weinbau im Rheingau verantwortet weiter der Önologe Steffen Röll, der bereits im Herbst 2012 als Nothelfer geholt wurde. In Franken bleibt Georg Hünnerkopf im Amt. Der Eigentümer verzieh ihm seine kleinen Verfehlungen (Verschnitt von Einfachware aus dem Rheingau und Franken) und honorierte die schonungslose Offenheit („Ich war einfach dumm“) des engagierten Betriebsleiters.
Die Weinberge im Rheingau, früher oft nicht im optimalen Zustand, werden von Fremd- in die Eigenbewirtschaftung zurückgeführt. Die Monopollage Pfaffenberg wurde bereits unter Rölls Regie auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Die Neuausrichtungen machten sich bereits im schwierigen Jahrgang 2013 bemerkbar. Über 75 Prozent der Ernte konnten ohne nennenswerten Botrytisanteil mit guten analytischen Werten ab Spätlese aufwärts eingebracht werden. Für beide Betriebe sind Investitionen in die Weinberge und Keller geplant und teilweise bereits umgesetzt. Außerdem sollen Vinotheken eingerichtet werden, um das Gesamtsortiment besser darzustellen. Bei der Vermarktung der Rheingauer Weine soll der nationale Markt stärker in den Fokus rücken. Auf der ProWein werden beide Betriebe zwangsläufig außerhalb des VDP auftreten, „aber mit einem Stand in unmittelbarer Nachbarschaft“, lässt Graf Schönborn wissen. (r.knoll)
Quelle: Yoopress
 
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Freitag, 7. Februar 2014

Berühmte Weinmacher: Javier Rodriguez

Akribischer Perfektionist, Forscher und Pionier



Bei seiner jahrelangen Arbeit als Winemaker für bedeutende Erzeuger in ganz Spanien hat Javier Rodriguez einen großen Erfahrungsschatz gesammelt Seine Kenntnisse über besondere Einzellagen in ganz Spanien nutzt er mittlerweile für sich und seine Kunden, indem er die dort wachsenden hervorragenden Trauben zu Terroir-Weinen ausbaut.
 
  Er ist Spezialist für Bodencharaterisierung. Um die Bodenstruktur auch meterweit unter der Oberfläche genau bestimmen zu können führt er in einem komplizierten Verfahren spezielle Bohrungen durch. Die Bohrung liefert wichtige Informationen zu physikalischen und chemischen Eigenschaften des Bodens in seinen verschiedenen Schichten. Durch diese detaillierten Informationen kann die Arbeit im Weinberg optimiert werden. Das Ergebnis sind Trauben, die die volle Kraft des Terroirs in sich tragen. Javier bestellt keine Fässer. Stattdessen fährt er nach Frankreich und wählt dort nach ausgiebiger Prüfung geeignete Bäume aus. Diese lässt er zerlegen und überwacht zweimal im Jahr die fachgerechte Lagerung und Trocknung. Anschliessend werden nach seinen Anweisungen die Fässer für die jeweiligen Weine gefertigt. Aufgrund seiner aussergewöhnlichen Fähigkeiten wurde Javier Rodriguez vom weltbekannten Californian Institute of Davis und von John Deere, dem weltweit bekannten Hersteller für Agrarmaschinen beauftragt, das neuartige Bodenuntersuchungsprojekt in Spanien zu leiten. In der Durchführung dieses besonderen Analyseverfahrens zur Bodencharakterisierung nimmt Rodriguez auch über die spanische Landesgrenze hinaus eine Pionierstellung ein. Große Namen wie Lafite Rothschild und Château Oliver nutzen die Kompetenz von Javier Rodriguez und beauftragen ihn mit der Durchführung von Bodenanalysen. In die Produktion aller Valsanzo-Weine fliesst dieses grosse Wissen des Winemakers Rodriguez unmittelbar mit ein. Schmecken Sie den Unterschied!
Hier finden Sie die Weine von Javier Rodriguez

Weitere berühmte Weinmacher finden Sie hier: http://www.weinfunatiker.net/berühmte-weinmacher/




Sanzo Verdejo Frizzante 2011

Javier Rodriguez prickelnder Verdejo Frizzante

Der (wahrscheinlich) weltweit erste Verdejo Frizzante!
  Sanzo Verdejo Frizzante
Star-Winemaker Javier Rodriguez hat 2011 eine spannende Welt-Neuheit kreiert: Aus der hochwertigen spanischen Weißweinrebsorte Verdejo kelterte er erstmals einen fein moussierenden Wein, bei dem sich Aromen tropischer Früchte mit dem elegenten Perlenspiel zu einem prickelnen Vergnügen verbinden.
Der Frizzante präsentiert sich in grüngelber Farbe mit Aromen von Akazienblüten, Holunder und frischer Melone sowie dem frischen Duft von Ananas. Der Wein besticht mit einem ausgewogenen Spiel von Frucht und Säure und seinen vielfältigen exotischen Aromen am Gaumen.
Der Frizzante nimmt es spielend mit jedem Prosecco auf: Oft lassen Prosecco-Trinker ihren Prosecco auch stehen, wenn sie erstmals einen Verdejo Frizzante im Glas hatten.
Die feine Perlage des Weins entsteht übrigens auf rein natürlichem Weg: Während der Vergärung wird Kohlensäure frei, die für das feine Prickeln des Weins verantwortlich ist.
Erfreuen Sie sich an diesem hervorragenden erfrischenden Wein mit feiner Perlung, der Ihnen puren Genuss verspricht!

Jetzt hier für 4,95 € bestellen

Mittwoch, 5. Februar 2014

Badischer Wein positioniert Marke neu

Neues Jahr, neues Licht: Der Badische Wein zeigt sein neues Gesicht und schärft so die Positionierung der Marke über alle Kanäle hinweg. Badischer Wein GmbH präsentierte am 28. Januar 2014 gemeinsam mit der verantwortlichen Hamburger Agentur Scholz & Friends was sie unter "typisch badisch" verstehen: sonniger, stärker, jünger.
 

Zu Gast in Freiburg waren  die Vertreter der Presse und geladene Gäste, um das neue, sonnige Auftreten der Dachmarke kennenzulernen.

Von der ersten Idee bis hin zur intensiven Auseinandersetzung mit Farben, Formen und Schriften wurde den Besuchern die Neuentwicklung erläutert, der neue Auftritt näher gebracht. "Die Marke Badischer Wein muss wieder neu aufgeladen werden, um jünger, wertiger und noch nachhaltiger in den Fokus der Konsumenten zu rücken." fasst Sonja Höferlin, Geschäftsführerin Badischer Wein GmbH, die Beweggründe zusammen.

Quelle: Badischer Wein GmbH 2014"In einem fast einjährigen Prozess haben wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern die Ausschreibung erstellt, Agenturen angesprochen und uns schließlich für den Partner entschieden, der den Badischen Wein unserer Meinung nach am besten verstanden hat." Scholz & Friends setzte die Ergebnisse aus Stärken-Schwächen-Analyse, Image- und Zielgruppenbetrachtungen in einem Kommunikationskonzept um, das die zentrale Aussage aufgreift: "von der Sonne verwöhnt". So heißt es schon seit Jahren, und dieser etablierte Slogan, der nach wie vor in den Köpfen und Herzen der Konsumenten verankert ist, bildet jetzt den Kern der neuen Leitidee. Ein sonnigeres Logo, weichere Formen, freundlichere Farben und eine wärmere Stimmung ergeben die neue Welt, in der sich die Marke bewegt. In Anzeigenmotiven und Broschüren, von der Tüte bis zum Messestand soll sich das sonnige Lebensgefühl Badens widerspiegeln und eine einladende Atmosphäre schaffen.

Das für die Menschen in der Region typische Augenzwinkern bekommt dabei ebenso Raum wie die Möglichkeit, verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Einladend, lebensfroh, genießerisch und gesellig wird der Badische Wein inszeniert. Die Botschaft, so André Klein, Managing Director Creation bei Scholz & Friends, heißt ganz klar: „Wer Badischen Wein trinkt, genießt die Sonnenseiten des Lebens.“

Diese Sonnenseiten wurden den Gästen in Form der verschiedenen Werbemittel und Kommunikationskanäle vorgestellt. Nach und nach wird sich die gemeinsame Weinwerbung auch nach außen mit dem neuen Gesicht präsentieren und so auf sonnige Art weiterführen, was schon 1932 seinen Anfang nahm. Nach der damaligen Erstgründung der Weinwerbung in Baden sowie der Wiedergründung 1951/52 und der Konsolidierung 1959 hatte die Weinwerbezentrale badischer Winzergenossenschaften eG bis 2009 die Werbung für Weine aus Baden übernommen, ehe die jetzige Badischer Wein GmbH das Ruder übernahm und sich seither der Aufgabe der gemeinsamen Weinwerbung für den sonnigen Süden widmet. „Entsprechend der wechselhaften Geschichte der Werbegemeinschaft hat sich auch ihr Auftritt immer wieder verändert,“ so Höferlin zum neuen Auftritt, „es war Zeit für den nächsten Schritt. Wir wollen im wahrsten Sinn des Wortes gemeinsam in eine ‚sonnige Zukunft‘ gehen – und das auch bewusst nach außen tragen."

Badischer Wein GmbH

Die Badischer Wein GmbH wurde 2009 gegründet. Hervorgegangen ist sie aus der ehemaligen Weinwerbezentrale badischer Genossenschaften e. G., die seit 1952 Werbung für badische Weine betreibt. Die Gesellschaft ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Marketinggemeinschaft der badischen Weinerzeuger. Die Kosten für Marketingaktivitäten werden auf freiwilliger Basis von den Mitgliedern getragen. Ziel der Werbegemeinschaft ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades des Badischen Weins und die Stärkung der Dachmarke, die für Einzigartigkeit und Vielfalt, Lebensfreude und Genuss steht. Aktuell gehören 154 Winzergenossenschaften, Weingüter und Weinkellereien zur Badischer Wein GmbH.
Badischer Wein

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Dienstag, 4. Februar 2014

Hullabaloo – Weißwein von Markus Schneider


Hullabaloo heisst der Nachfolger vom Takatuka aus dem Hause Markus Schneider. Ein Teil des Erlöses von dieser Cuvée aus Sauvignon Blanc, Chardonnay und Viognier geht an das Kinderhospiz Sterntaler. Der Wein ist Markus Schneiders Tochter gewidmet und Hullabaloo ist das englische Wort für Tohuwabohu. Damit steht es auf der ganzen Welt für Lärm und Tumult. Laut Markus Schneider perfekt für seine Tochter Fine.
Der Hullabaloo besteht zu 70% aus Savignon Blanc, kann aber nicht mit dem Kaitui verwechselt werden, da seine Ausrichtung ganz anders ist. Zu dem Sauvignon Blanc gesellen sich noch 20% Chardonnay und ungefähr 10% Viognier.
 Sauvignon Blanc und Chardonnay gehören zu den weltweit wichtigsten Rebsorten und sind doch von der Anlage sehr unterschiedlich. Der Sauvignon Blanc hat eine deutliche Säure, wärend der Chardonnay eher schmelzig ist. Somit nimmt der Chardonnay Anteil dem Sauvignon Blanc ein bisschen die Säure und macht diesen runder. Ein Teil des Hullabaloos wurde frisch und reduktiv ausgebaut, der andere Teil wurde mit viel Sauerstoff und sehr traditionell im Holz vergoren. Für den Markus Schneider Hullabaloo wurden nur reife und und gesunde Trauben genommen, seine Maischebestandzeit betrug ca. 8-10 Stunden. Danach wurden die Trauben mit wenig Druck schonend gepresst. Danach kam dann die kontrollierte Vergärung im Holzfass, bzw. im Edelstahltank. Natürlich wurde der Markus Schneider Hullabaloo nicht geschönt und ohne äußere Einflüsse gemacht. Diese aufwendige Arbeit macht sich dann auch beim Wein bemerkbar, er verströmt eine exotische Nase von Kiwi, Ananas, Cassis, Honigmelone und Stachelbeere. Wenn man den ersten Schluck im Mund hat so wirkt der Wein till ausgewogen, schön frisch und saftig. Dabei hat er eine cremige Textur und eine reife Frucht. Sein enormen Nachdruck und seine Eleganz prägen diesen nachhaltigen Wein.
Wenn man dann noch bedenkt, dass man mit dem Genuss dieses tollen Hullabaloos auch noch Kinder helfen kann, da der Erlös an das Kinderhospiz Sterntaler ausgezahlt wird, so ist er rundum perfekt. Der Hullabaloo passt auch sehr gut in die Winterzeit, da er durch den Chardonnay Anteil und dem wenigen Holz ein wenig dunkler und schmelziger ist. Auf alle Fälle ein Weißwein, den man probiert haben sollte.