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Freitag, 31. August 2012

25 Jahre Cabernet Sauvignon in Deutschland - Ein Pfälzer Revoluzzer war Vorreiter



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Der 63-Jährige Heinrich Vollmer hat ein ungewöhnliches Hobby und deshalb ein zweites Weingut in Argentinien, das vor 25 Jahren rund 100 km südlich von Mendoza gegründet wurde (Foto: H. Vollmer)
DEUTSCHLAND (Ellerstadt) - Bei diesem Pferd scheitern selbst die geübtesten Rodeoreiter. Aber einer hat in den achtziger Jahren den überaus störrischen Amtsschimmel zugeritten - im zweiten Anlauf. Heinrich Vollmer, Winzer im pfälzischen Ellerstadt, stand im Frühjahr 1987 vor Gericht, wurde zu 72 Tagessätzen verurteilt und dazu verdonnert, eine verbotswidrige Anlage mit tausend Stöcken Cabernet Sauvignon auszuhacken.
Den Makel, damit vorbestraft zu sein, wollte Vollmer nicht auf sich sitzen lassen, ging in Berufung und bekam in zweiter Instanz von einem logisch denkenden Richter nur mehr eine Geldbusse von einer D-Mark pro unzulässiger Rebe zugunsten eines gemeinnützigen Vereins. Die Aushackverordnung wurde nicht zurück genommen, dafür bekam der gebürtige Badener, der 1973 sein Weingut gegründet hatte, gleichzeitig vom rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium die „Erlaubnis zur Durchführung eines Anbaueignungsverfahrens für Cabernet-Reben“. Eigentlich ein Treppenwitz, aber damit wurde dem Gesetz Genüge getan, das in jener Zeit in Deutschland den Anbau von international längst als wertvoll anerkannten Sorten für nicht zulässig erklärte, aber dafür die Tore weit auf machte für jede Menge eher dubioser Neuzüchtungen.
Mit einer dieser Kreationen der Züchter wollte Heinrich Vollmer nichts zu tun haben. Dornfelder hatte er sich ins kritische Visier genommen und suchte eine Alternative. Seine Vorstöße bei den Behörden, es mal mit Cabernet Sauvignon probieren zu dürfen, wurden abschlägig beschieden. „Wird nicht reif in der Pfalz“, erklärten Experten, die sich noch nie richtig mit der Topsorte von Bordeaux auseinander gesetzt hatten und dies dann später vor Gericht zugeben mussten. Einige Jahre später konnten sie sich rückwirkend blamiert fühlen. Denn Vollmer hatte nicht nur bereits mit seinen illegalen Jungweinen von den 1984 gepflanzten Stöcken vor der ersten Gerichtsverhandlung deutlich gemacht, dass sich mit Cabernet in der Pfalz durchaus vernünftige Weine erzeugen lassen und sich die Sorte auch in Cuvées wohl fühlt. Er tat dies hinterher ebenso mit einer Reihe von gelungenen Jahrgängen. Und weil Pfalz-CS zudem ein gutes Lagerpotenzial hat, konnte der Ellerstadter solche Weine sogar bei einer besonderen Jubiläums-Veranstaltung entkorken: 25 Jahre legaler Cabernet Sauvignon. 1987 war das der Start für die offizielle Genehmigung dieser Edelrebe in ganz Deutschland. Chardonnay, Merlot, Cabernet franc, Syrah und andere internationale Sorten folgten mit den Jahren.
Den Anfang der Probe machte ein verbotener Wein vom Jahrgang 1987, der eigentlich vor einem Vierteljahrhundert entsorgt werden sollte. Aber der spitzbübische Pfälzer hatte einige Flaschen vor dem Zugriff der Behörden in Sicherheit gebracht und konnte jetzt demonstrieren, dass der Tropfen aus einem eigentlich schwachen Jahrgang immer noch stabil war und nur wenig Reifenuancen zeigte. Was folgte, waren ein 89er (stramme Säure, weil Vollmer damals den biologischen Säureabbau noch nicht praktizierte), ein prachtvoller, immer noch ansehnlicher 90er und einige weitere Jahrgänge, die keine Schwächen offenbarten. Besonders stark: 1999 und 2001.
Mit dabei war ein „Mitstreiter“ von einst: Helmut Schreck, der längst pensionierte Weinkontrolleur der Pfalz und in den achtziger Jahren „Quälgeist“ von Vollmer, wohl gegen seinen eigenen Willen. Er ließ erkennen, dass er damals durchaus Sympathie für den Revoluzzer empfand und schon im Vorfeld Bescheid wusste, was da in dessen Weinberg ablief. „Helmut baute jedem Winzer, der nicht dumm war, Brücken, wenn es mal etwas kritisch wurde“, plauderte Vollmer aus dem Nähkästchen.
Der Vorfall von 1987 hat ihm nicht geschadet, wie auch die Entwicklung seines Weingutes ausweist. Etwas mehr als 100 Hektar stehen unter Reben, gut 40 Prozent davon sind Eigenbesitz, der größere Rest ist Pachtfläche. Im 4000 qm großen Gutskeller reifen jedes Jahr rund 900 000 Liter Wein (jeweils die Hälfte Weiß und Rot) heran. Vom Cabernet werden 30 000 Flaschen gefüllt. Vollmer beliefert neben Privatkunden und der Gastronomie auch Großkunden wie den Lebensmittelhandel und die Deutsche Lufthansa, Condor, die Deutsche Bahn sowie Kreuzfahrtschiffe.
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Die Vollmer-Weine vereinen die Typizität der Weinregion Pfalz mit dem ganz persönlichen Stil Heinrich Vollmers und seines jungen Kellermeisters Lukas Kesselring (Foto: Weingut Heinrich Vollmer)
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Der Ausbau der Weißweine erfolgt generell in modernen Edelstahltanks. Die Rotweine werden traditionell auf der Maische vergoren und in Holzfässern ausgebaut. (Foto: Weingut Heinrich Vollmer)
Der 63-Jährige hat ein ungewöhnliches Hobby und deshalb ein zweites Weingut in Argentinien, das vor 25 Jahren rund 100 km südlich von Mendoza gegründet wurde. Vollmer ist begeisterter Extrem-Berggänger und kennt in den Anden so ziemlich jeden hohen Gipfel. Einmal hätte es ihn beinahe auf 4000 Meter Höhe erwischt. Indios fanden den Schwerverletzten und retteten ihm das Leben. Aus Dankbarkeit schuf er für sie und ihre Familien Arbeitsplätze. Heute werden auf der Bodega Enrique Vollmer auf rund 190 Hektar (für argentinische Verhältnisse allenfalls Mittelstand) 100 000 Liter Weißwein und 900 000 Liter Rotwein erzeugt. Das Gut bietet zehn Großfamilien Arbeit. 190 Schüler besuchen eine auf dem Weingut befindliche Schule, die von Vollmer unterstützt wird.
Einige Monate im Jahr wird Heinrich in Argentinien zu Enrique, zuletzt im Februar trieb es ihn wieder auf einen 6000er hoch, während man im Tal die Erntevorbereitungen traf. 1000 Stöcke haben seine besondere Aufmerksamkeit. Diese Reben wurden 1987 nicht einfach ausgehackt, sondern mühsam ausgegraben und dann in Argentinien erneut gepflanzt. „Sie bringen nicht ganz das Mostgewicht wie die heimischen Reben“, hat Heinrich Vollmer im Lauf der Jahre erkannt. Aber er freut sich nach wie vor diebisch, dass diese weinhistorisch bedeutenden Stöcke nicht auf dem Altar der Weinbürokratie geopfert und entsorgt wurden.

Donnerstag, 30. August 2012

Top Weine zum Kennenlernpreis 6er-Paket

Topwein zum super Preis Paket 6 Fl. mit je 1 Flasche 
1x Dos Puntos 2010 Wieder kann der Dos Puntos mit einem geradezu phänomenalen Verhältnis zwischen Preis und Genuss brillieren und ist nun schon seit vielen Jahren, die Zuverlässigkeit in Person. 

1x Ricardo Sánchez 2009 Mit dem Ricardo Sánchez wird ein neues, glanzvolles Kapitel in der Geschichte der Rebsorte Tempranillo aufgeschlagen. Denn das Lesegut für diesen Wein stammt von wurzelechten Reben, die nie eine Reblaus zu Gesicht bekamen. Die Trauben dieser raren Rebstöcke, die auf Spanisch 'Pie Franco' heißen, sind besonders hochwertig und bringen edle Weine hervor. 

1x Cepunto Tinto Der Cepunto Tinto ist der perfekte Einstiegswein und ein echter Tausendsassa. Ob als Partywein, auf der Terrasse oder einfach mal so, er schmeckt ausgezeichnet und schont den Geldbeutel in höchstem Maße. 

1x Enrique Mendoza Reserva 2008 Diese edle Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Shiraz vermählt die beiden Rebsorten in sehr eleganter Weise. Im Glas zeigt sich ein dichtes Purpurrot. In der Nase haben wir komplexe Aromen von Leder, schwarzem Pfeffer, Kaffeebohnen und schwarzen Johannisbeeren. Am Gaumen weich, rund und wieder von den fruchtigen Aromen geprägt. Großer Wein auf sehr hohem Niveau! 

1x Montgó 2009/10 Kein Wein genießt eine so durchgehend hohe Beliebtheit bei unseren Kunden, wie der Montgó, der sich - und das im besten Sinne des Wortes - als Everybody's Darling in die Herzen der Rotweinfans gespielt hat. Denn der Montgó hat einen unglaublichen Schmelz, ein Bouquet zum Jubeln und einen wunderbaren Geschmack. 

1x Avior Rioja Reserva 2006 Avior gehört zu den besten Reservas in der Rioja! Herrlich Purpurrot im Glas. Das Bouquet verlockt mit aromatischen Noten von mediterranen Kräutern, Brombeergelee und Cassis, dazu feine Vanille- und Röstaromen. Am Gaumen die pure Eleganz, harmonisch, immens reife, doch erstaunlich frische Tannine.

Mittwoch, 29. August 2012

„Rhodter Vielfalt“ - Erster Wein-Six-Pack für die junge Szene



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Die flippig designte, partytaugliche Verpackung enthält 6 aufeinander abgestimmte, sortentypische Qualitätsweine (Foto: Rhodter Vielfalt)
DEUTSCHLAND (Rhodt / Rietburg) - Fünf junge Weinmacher aus Rhodt unter Rietburg in der Südpfalz, revolutionieren die Weinprobe für zuhause. Unter dem 2011 begründeten Label “Rhodter Vielfalt” vertreiben sie ab sofort 6 verschiedene Weine mit einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis. Der Clou: Statt normalen 0,75 L-Flaschen wurde 0,25 L-Weissglas mit Kronkorken verwendet und mit einem Sixpack-Träger umverpackt.
Winzer Stefan Meyer erläutert die Idee hinter dem ungewöhnlichen Produkt: “Mit unserem Ansatz bekommen Sie bei 1,5 Litern sechs unterschiedliche Weine. Damit können auch zwei Personen am Abend eine vielseitige Weinprobe veranstalten, ohne eine Unmenge an großen Flaschen entkorken zu müssen."
Sein Kollege Knut Fader ergänzt: "Durch den besonders sortentypischen Ausbau können sich gerade Einsteiger einen ersten Eindruck verschaffen, welche Rebsorte ihnen besonders zusagt."
Jeder der fünf Winzer steht Pate für eine Rebsorte: Thorsten Krieger macht Grauburgunder, Marius Meyer Riesling, Knut Fader füllt einen Chardonnay, Christian Heußler Sauvignon Blanc und Stefan Meyer einen Rosé-Wein. Blanc und Stefan Meyer einen Rosé-Wein.
Der Gewürztraminer ist in Rhodt eine Spezialität, da hier der älteste Weinberg der Welt mit diesen Reben bestockt ist. Bei dieser Sorte legten alle 5 Weinmacher Hand an und füllten eine Cuvée als Gemeinschaftsprojekt.
"Das innovative Design spricht weinferne und junge Zielgruppen an und führt sie an den Weingenuss heran. Darüber hinaus ist es aber auch für Kenner ein Hingucker und tolles Geschenk auf jeder Party", erklärt Christian Heußler die Wahl der Verpackung.
Für die Qualität der Weine verbürgen sich die teilnehmenden Betriebe: "Als Premiumbetriebe legen wir auch bei einem solchen Projekt die Qualitäts-Messlatte ganz hoch. Natürlich wurden hier eher leicht zugängliche Weine abgefüllt, die Spass machen." ergänzt Marius Meyer.
Wein aus dem Sixpack? Warum eigentlich nicht… die „Rhodter Vielfalt“ in einer flippig designten, partytauglichen Verpackung ist jedenfalls schon mal eine Ansage. Na dann ran an den Six-Pack - der Spaß ist vorprogrammiert. 

Dienstag, 28. August 2012

Liv-Ex an Weinsammler: Supertuscans – eine lohnende Geldanlage


UK (London) - Der erstmals im Marktbericht vom Juli 2012 eingeführte Liv-Ex-Index* Supertuscan 50 (klares Zeichen der wachsenden Bedeutung dieser Weine bei Sammlern) für Ornellaia, Masseto, Sassicaia, Tignanello und Solaia der Jahrgänge 1999 bis 2008 hat eindeutig den Index Fine Wine 50 (für die Performance der 5 Bordeaux Premier Crus: Lafite, Haut Brion, Latour, Margaux und Mouton Rothschild) übertroffen mit einem Gewinn von 76% während der letzten fünf Jahre (die französischen Weine erreichten 26%) und einer Preissteigerung um 9%.
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Besonders exzellent abgeschnitten hat der Ornellaia mit +17% gefolgt vom Masseto mit +13%, beide deutlich über dem Durchschnitt. Die Wertschätzung durch die Konsumenten stimmt mit dem Urteil der amerikanischen Weinkritik überein. Wine Advocate hat dem seit einigen Wochen auf dem Markt befindlichen Ornellaia Bolgheri DOC Superiore Jahrgang 2009 soeben mit 97/100 Punkten die beste Bewertung der Bolgheri-Zone erteilt und der schmeichelhafte Kommentar von Antonio Galloni lautet u.a. ” in one of my blind tastings, the 2009 made a very eloquent case for itself as the wine of the vintage”.

*LIV-EX-INDEX: Die London International Vintage Exchange - kurz LIV-EX - ist eine im Internet installierte Handelsplattform ausschließlich für hochwertige Weine, so genannte „Fine Wine“. Gründer waren 1999 die ehemaligen Aktienhändler James Miles und Justin Gibbs. Der LUV-EX bildet vornehmlich die 100 französischen Top-Weine ab, indem er mit bestimmten Bewertungskriterien die Zusammensetzung des Index und dessen Berechnung vorgibt. Ein im LIV-EX gelisteter Wein muss mindestens 95 Bewertungspunkte vom führenden Weinkritiker Robert Parker erhalten haben. So sind auch von den 100 aufgeführten Spitzenweinen über 90 Prozent Bordeaux-Weine. Die restlichen 10 Prozent teilen sich hoch bewertete Weine aus den Regionen Burgund, Champagne, Rhone und einige auch aus Italien.

Hier gibts den Ornellaia für 135,-- €
Rotwein

Montag, 27. August 2012

Deutschland schlägt Österreich mit Grünen Veltliner


Quelle: DECANTER
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Kellermeisterin Stefanie Weegmüller-Scherr freut sich über den Sieg ihres Gründen Veltliners (Foto: Weingut Weegmüller)
ÖSTERREICH (Wien) - Ein deutscher Grüner Veltliner schockierte jüngst die österreichischen Gastgeber mit dem ersten Platz bei einer internationalen Weinverkostung im Wiener Restaurant Eckers. So geschehen erreichte der „Vom Balkon der Pfalz“ Jahrgang 2011 vom Weingut Weegmüller den heißbegehrten Titel und verwies 39 andere Grüne Veltliner auf die Plätze.
Bei dieser Verkostung stand die Sortenvielfalt des Grünen Veltliner im Fokus und so konkurrierten neun Weine aus Österreich, acht aus Neuseeland, vier aus den USA, je drei aus Deutschland, Slowakei und Australien, zwei aus Ungarn und je einer aus Italien und Argentinien miteinander. Fünf weitere nicht sortentypische Grüne Veltliner wurden noch mit angestellt. Die Organisatoren waren die „Grüne Veltliner Spezialisten“ Laurenz Maria Moser und sein Kompagnon Dieter Hübler.
Als Juroren fungierten Weinautoren, Weinprofis und Produzenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben dem Siegerwein aus Deutschland platzierten sich als zweiter Sieger ein Grüner Veltliner von Markus Huber und als dritter Sieger einer vom Weingut Ebner-Ebenauer, beide aus Österreich. Den fünften Platz errang aber schon ein Grüner Veltliner aus den USA und Platz sieben eroberte ein Neuseeländer.
„Die Siegerweine sind sehr schön. Sie verfügen über eine wunderbare Balance von Restzucker und Säure, womit sie ihre perfekte Harmonie unterstreichen“, kommentiert Laurenz Maria Moser das Ergebnis. „Wir freuen uns, diese Initiative mit dem Laurenz V gestartet zu haben. Unser Anliegen ist es, die verschiedenen Stile des Grünen Veltliner, die mittlerweile auf der ganzen Welt produziert werden, zu erfahren und miteinander zu vergleichen. Dadurch können wir die Entwicklung des Grünen Veltliner messbar machen und den Horizont für den österreichischen Grünen Veltliner erweitern.“
Dieses Jahr sind weitere Verkostungen des Grünen Veltliner in London, Berlin und in den USA, wahrscheinlich in San Francisco, geplant. Dubai, Hongkong und andere Stationen in Asien folgen dann im nächsten Jahr.
Und hier die Top 12 der vergleichenden Verkostung:
  • 1: Weingut Weegmüller ‘Vom Balkon der Pfalz 2011 (GER)
  • 2: Markus Huber Berge Erste Lage DAC 2010 (AUT)
  • 3: Weingut Ebner-Ebenauer Alte Reben 2011 (AUT)
  • 4: Laurenz V Silver Bullet 2011 (AUT)
  • 5: Zocker 2010 (US)
  • 6: Bott Frigyes 2011 (SK)
  • Jt 7: Weingut Peter Schweiger Heiligenstein 2011 (AUT)
  • Jt 7: Saint Clair Premium 2011 (NZ)
  • Jt 7: Lark Hill 2011 (AUS)
  • 10: Loos Weine und Walter Buchegger Loos 2011 (AUT)
  • 11: Karpatska Perla 2011 (SK)
  • 12: Kosik 2011 (CZ)

GRÜNER VELTLINER (GV) - Als Abstammung verweist der Grüne Veltliner auf eine natürliche Kreuzung zwischen Traminer und St. Georgen. Letztere Rebsorte, benannt nach ihrem Fundort St. Georgen im Burgenland, kann nach gentechnischen Untersuchungen keiner weiteren bekannten Rebsorte zugeordnet werden.
In Österreich ist der Grüne Veltliner die wichtigste Rebsorte. Die Anbaufläche des Grünen Veltliner, der noch in den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts vornehmlich in Niederösterreich und im Burgeland angebaut wurde, hat in der ersten Dekade des 21 Jahrhunderts um 22 Prozent zugenommen und ist heute mit Abstand die wichtigste Weißweinsorte bei unseren Nachbarn.
Als fruchtbare Sorte bedarf daher der Grüne Veltliner einer Ertragsregulierung. Auf tiefgründigen Lössboden entwickelt sich die Sorte besonders gut. Trockenheit stresst den Grünen Veltliner, ebenso ist er empfindlich in der Blütezeit und ist zudem anfällig für Peronospora, Roter Brenner und bekommt gerne mal Chlorose. Die Sorte liefert leichte, säurebetonte Weine, aber auch hochreife Prädikatsweine aller Qualitätsstufen. Dabei sind Lage und Ertragshöhe sehr entscheidend für die Qualität. Klassische Grüne Veltliner sind würzig, pfeffrig und tragen Aromen von Steinobst

Donnerstag, 23. August 2012

Chilenisches Weingut Cono Sur gilt weltweit als anerkannter Spezialist für Pinot Noir

Die Spätburgunder des Weinguts Cono Sur, Chimbarongo/Chile, behaupten sich regelmäßig bei internationalen Verkostungen. Seit 1993 wachsen auf den Rebflächen des Erzeugers Pinot-Noir-Trauben - damals einzigartig in Chile. Sechs Jahre später ließ das Unternehmen einen eigenen Weinkeller speziell für diese Rebsorte bauen. Die Spätburgunder-Trauben werden streng nach Burgunder-Methode vinifiziert.

1999 rief Adolfo Hurtado, Direktor und Chief Winemaker von Cono Sur, das Projekt „Pinot Noir“ offiziell ins Leben. Für ihn war es eine reine Formsache, denn bereits seit einigen Jahren erzeugte das Weingut Spätburgunder für seine Premium-Linie „20 Barrels“. Zielsetzung des Projekts war und ist, den besten Pinot Noir Chiles und sogar den besten der Welt zu erzeugen: einzigartig, ausdrucksstark und stolz ob seiner Herkunft aus der „Neuen Welt“, nach traditioneller Burgunder-Methode ausgebaut.

Erreicht wurde das Ziel längst, denn allein der Top-Wein des Hauses, Ocio Pinot Noir, erhielt von internationalen Fachgremien mehrere Auszeichnungen. „Martin Prieur, der Flying Winemaker aus Burgund, beriet uns bei der Auswahl der am besten geeigneten Rebflächen und Terroirs in Chile sowie beim optimalen Rebmanagement. Sein Ansatz im Weinberg zielte darauf ab, möglichst niedrige Traubenerträge einzufahren und dabei Trauben mit möglichst hohen Säurewerten zu ernten. Eine Voraussetzung, um eine optimale Farbe und Entwicklung bei dieser Rebsorte zu erreichen“, berichtet Adolfo Hurtado, der mit dem Weinmaker der französischen Domaine Jacques Prieur aus dem Burgund seit vielen Jahren zusammenarbeitet.

Cono Sur: Chilenisches Weingut Cono Sur gilt weltweit als anerkannter Spezialist für Pinot Noir
Geschichte

1993 übernahm das Weingut Cono Sur den ersten Weinberg mit Spätburgunder-Reben in Chimbarongo in der Weinbauregion Rapel im Colchagua-Valley. Aus dieser Region stammen heute die Weine, deren Trauben bei der Ernte vollreif sind und die besten Beeren für die Weinerzeugung liefern. Nach ein paar Jahren als alleiniger Erzeuger für Spätburgunder im chilenischen Markt wurde deutlich, dass in diesem Land kein anderes Weingut Erfahrung mit Pinot-Noir-Trauben besaß. So entschied sich Adolfo Hurtado, seine gesammelte Erfahrung aus dem Colchagua-Valley auf andere Regionen zu übertragen. Er baute Pinot Noir in Bio Bio an, in San Antonio und in Casablanca und vinifizierte die Trauben gemeinsam mit denen aus dem Colchagua-Valley.

Für eine ruhmreiche Zukunft sah er eine optimale Vinifikation als Notwendigkeit an. 1999 erfüllte er dieses Ziel durch die Gründung des Pinot-Noir-Projektes. Ein eigener Weinkeller rein für den Ausbau der Pinot-Noir-Weine wurde in der Kellerei in Chimbarongo gebaut, 150 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Gemeinsam konstruiert mit Martin Prieur, dem Winemaker der französischen Domaine Jacques Prieur, und unter dessen beratendem Einfluss geführt, vinifiziert Cono Sur dort bis heute die Trauben nach klassischer Burgunder-Methode, um all ihre Sortimentsvarianten zu erhalten.

Ab diesem Zeitpunkt war Cono Sur in der Lage, die Trauben unterschiedlicher Lagen separat auszubauen. Nun konnte die Vinifikation jeder einzelnen Traube gerecht werden, den besten Konditionen entsprechend, um die besten Pinot Noirs zu erzeugen.

Maipo-Valley zeigte sich als nicht ganz so herausragende Pinot-Noir-Region, doch Biio Bio und San Antonio bewiesen die an sie erhofften Erwartungen. Casablanca dagegen übertraf alles bisher dagewesene.

Das Ergebnis: Cono Sur beschloss, den Anbau von Spätburgunder-Reben in der Region Casablanca zu steigern. Da das Gebiet sich nach Westen hin nahezu bis zum Pazifik erstreckt, herrscht dort kühles mediterranes Klima. Nebelig und kalt aufgrund des starken Einflusses des Meeres. Aromatisch reichhaltige Trauben mit intensiver Farbe reifen in dieser Zone langsam heran. Da die Gegend um Casablanca überwiegend flach und nur etwas hügelig durch die Ausläufer der Berge ist, nimmt der Anteil an Rebflächen in dieser Gegend weiterhin zu.

Methode der Pinot-Noir-Weinerzeugung bei Cono Sur

Mittlerweile wachsen die Pinot-Noir-Trauben bei Cono Sur in exakt definierten Parzellen, werden vorsichtig von Hand gelesen und in kleinen Kisten zur manuellen Selektion an den Sortiertisch angeliefert. Nach dem sorgfältigen Prüfen werden die Trauben sehr behutsam entrappt, damit die Beeren nicht verletzt oder gedrückt werden. Anschließend werden die Beeren in offenen Tanks bei sehr niedriger Temperatur nach der Methode der Kohlensäuremaischung (französisch: macération carbonique) für circa eine Woche vergoren, bevor aus ihnen der vergorene Saft mit den bloßen Füßen gepresst wird.

Durch diese beiden Methoden sowie durch manuelles Herunterdrücken des entstehenden Tresterhuts geben die Beerenhäute ihre rote Farbe langsam an den Maischebrei ab. Sobald die Fermentation abgeschlossen ist, wird der Wein allein durch Schwerkraft in neue Barriquefässer aus französischer Eiche umgelagert. Ein Umpumpen des Weins mit mechanischen Pumpen kommt für Cono Sur nicht in Frage, denn dadurch würde der Wein zu viel Natürlichkeit und somit auch Qualität verlieren. In den Fässern beginnt er seinen Reifeprozess.

Auszeichnungen für den Ocio Pinot Noir

2012 erteilte Robert Parker in The Wine Advocate http://www.erobertparker.com für den 2009er Ocio 91 Punkte. Im Wine Spectator 2010 und 2011 vergab die Jury ebenfalls jeweils 91 Punkte für den Wein. Bereits im Blog des Wine Spectators im Mai 2010 fand der 2008er Ocio Pinot Noir Erwähnung in einem Eintrag des Weinjournalisten James Molesworth als ’’vermutlich einer der besten chilenischen Spätburgunder’’.

Beim International Wine Challenge 2010 in UK erhielt der 2008er Ocio Pinot Noir des Weinguts Cono Sur die Casablanca Valley Trophy und die Chilean Pinot Noir Trophy. Der Wein wurde damit zum besten Vertreter des Spätburgunders aus Chile und aus dem Casablanca Valley gekürt.

Weitere Erfolge verzeichnete der 2008er Ocio Pinot Noir auch bei dem französischen Wettbewerb Citadelles du Vin 2010. Er gewann dort die Trophée Citadelles (Gold) du Vin 2010 und den Prix Special Pays. Letzterer wird von der Presse vergeben, die einen Wein aus weltweit 15 Regionen auswählt. In diesem Jahr waren über eintausend Weine angestellt und 60 internationale Verkoster saßen in der Jury.

Freitag, 10. August 2012

McGuigan Lower Alcohol Chardonnay

Frisch, jung, knackig und alkoholarm!

Der perfekte Weißwein für Weinliebhaber, die zwar nicht auf den Geschmack, aber auf einen hohen Alkoholgehalt verzichten wollen. Alkoholreduzierte Weine liegen im Trend und der McGuigan Lower Alcohol Chardonnay gehört zu den Trendsettern.

Im Glas erscheint der McGuigan Lower Alcohol Chardonnay in hellem Lindgrün und Goldgelb. Sein Bouquet erscheint zunächst floral bestimmt, später eher fruchtig und nussig. Ein leicher Toasteindruck verweilt im Hintergrund.

Am Gaumen schmiegt sich der Chardonnay weich und dennoch spritzig an. Die feine Säure harmoniert mit dem Nussaroma und der süßlichen Frucht. Trotz seiner Cremigkeit ist der Wein betont trocken und erfrischend. Viel Wein, wenig Alkohol!
Land:Australien
Anbauregion:Hunter Valley
Rebsorte(n):Chardonnay
Alkoholgehalt:9,5 %
Restsüße:4,25 g/Liter
Säuregehalt:6,1 g/Liter
Verschlusstyp:Schraubverschluss
Kellermeister:Neil McGuiganJames EversPeter Hall
Zusätzliche Infos:in Barriques gereift


McGuigan Lower Alcohol Chardonnay


Die Geschichte von McGiugan Wines begann mit Owen McGuigan, Ende des 19. Jahrhunderts, in Hunter Valley Australien. Seine Arbeit an den Reben verband er nicht nur mit seinem Herzblut, sondern übertrug diese Leidenschaft auf die ganze Familie.
Im Laufe der letzten 40 Jahre arbeitet sich das Weingut mit seinen Produktionen an die Spitzte der australischen Weinindustrie.
Heute bilden drei Winemaker das Team hinter den Erfolgen: Mit dabei ist Neil McGuigan. Seine Inspiration hat er unter anderem von Len Evans erhalten, welcher respektvoll als "Der Pate der australischen Weinindustrie" bezeichnet wird.

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Weißweine




Donnerstag, 9. August 2012

THAT´S NEISS


2011
THAT´S NEISS WEISS TROCKEN
CUVÉE
Vorhandener Alkohol:  13,5%
Restzucker:  7 g
Säure:  7 g
Empf. Trinktemperatur:  7-10°C
Trinkreife:  2012,2013





I N F O R M AT I O N EN   Z U M   W EI N
Cuvée auf der Basis von Chardonnay sowie weiterer Burgundersorten wie Grauburgunder und Weissburgunder.
AU S B AU
Teilweise im Holzfass, teilweise im Barrique vergoren und
gereift
S EN S O RI K
Grapefruit, Zitrusfrisch, leicht mineralisch, strahlend, sehr
zugänglich


2010
THAT´S NEISS ROT
CUVÉE
Vorhandener Alkohol:  13 %
Restzucker:  6 g
Säure:  5 g
Empf. Trinktemperatur:  16 °C
Trinkreife:  2011 - 2014


I N F O R M AT I O N EN   Z U M   W EI N
Cuvée auf der Basis von Cabernet-franc und Cabernet Sauvignon. Weitere Cabernet-Varianten wurden hier noch zur
Unterstützung hinzugenommen.
AU S B AU
Handlese, ca. 5000 l/ha, selektives Lesegut, Maischegärung,
Barrique-Ausbau.
S EN S O RI K
Kakao, roter Pfeffer, nicht zu schwer, internationaler Stil,
beerenfruchtig, würzig, trocken, Ratatouille, hinten weich,
sehr balanciert.

Mehr Info:http://www.weingut-neiss.de/weine.php



6 x 4,5 Platter Sterne

Eine kleine Boutique Winery mischt die internationale Weinszene auf: Constantia Glen liegt in der ältesten Weinbauregion Südafrikas, direkt am Constantiaberg. Seit 1685 wird hier Wein produziert - und die Weine von Constantia Glen erhalten internationale Auszeichnungen.

Das weiße Flaggschiff von Constantia Glen ist eindeutig der Constantia Glen Sauvignon Blanc, der im 2010er Jahrgang mit sagenhaften 4,5 Platter Sternen gekrönt wurde!

Der Sauvignon Blanc zeigt eine schöne Harmonie zwischen mineralischer Säure und frischer Frucht. Der Constantia Glen Wein ist ein Multi-Talent: Einerseits ein perfekter, sommerlich leichter Hochgenuss, andererseits auch bereit zu reifender Komplexität.

Deshalb gibt es den Constantia Glen Sauvignon Blanc jetzt auch im Vorteilspaket: Einen Teil können Sie jetzt schon genießen, der andere wandert in den Weinkeller.

Constantia Glen Sauvignon Blanc 2010

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Vinexus - 4000 Weine aus aller Welt

Mittwoch, 8. August 2012


Beringer Vineyard


1868 wanderte Jakob Beringer nach Amerika aus. Er verließ seine Heimatstadt Mainz und folgte seinem Bruder Friedrich, der fünf Jahre zuvor in New York angekommen war. Seine Schilderungen in den Briefe klangen verlockend. Euphorisch berichtete er von der Neuen Welt und ihren großartigen Möglichkeiten. Doch Jakob wurde in New York nicht heimisch. Früher in Deutschland hatte er in den Weinbergen und Kellereien der Winzer gearbeitet. Dabei hatte er sie reden gehört vom warmen, sonnigen Klima Kaliforniens, ideal für die Ernte schöner Trauben. Dorthin zog es ihn.
1870 entdeckten die Brüder Beringer das Napa Valley, ein Weinparadies mit perfekten geologischen und mikroklimatischen Bedingungen. Schon 1875 erwarben sie in St. Helena ihr erstes, 87 Hektar großes Weingut. Beringer wurde Napas älteste Winery. Im Prohibitionsjahr 1918 erhielt sie eine Sondergenehmigung der Regierung für die Produktion von Altarweinen. Heute sind Ed Sbragia und Bob Steinhauer die verantwortlichen Winemaker. Ihr Ziel ist es, aus heimischen Trauben und bestens angepassten internationalen Rebsorten atemberaubende kalifornische Weine zu erzeugen.

Das Angebot vom Weingut Beringer Vineyards besteht aus einem Roséwein und einigen Weiß- und Rotweinen. Der mineralische Chardonnay Stone Cellars harmoniert mit asiatischen Speisen, wohingegen der Founder's Estate Chardonnay mit seinen Frucht- und Vanillearomen hervorragend zu Gemüsegerichten passt. Die kräftigen Rotweine vom Weingut Beringer Vineyards schmecken nach Beerenfrüchten, Nüssen, Gewürzen oder leicht schokoladig. Der ideale Begleiter zu sommerlichen Speisen ist der einzige Roséwein vom Weingut Beringer Vineyards, der Zinfandel Rosé mit duftig-fruchtigem Bukett.
Die Rebflächen vom Weingut Beringer Vineyards liegen in den Höhenlagen der Howell Mountains und im tiefer gelegenen Gebiet Los Carneros. Der poröse Boden der Howell Mountains ist vulkanischen Ursprungs. Er speichert kaum Tageswärme, wodurch ein deutlicher Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur entsteht. Das sorgt für einen ausreichenden Säuregehalt der Trauben. In Los Carneros sind die Böden dünnschichtig und nicht sehr fruchtbar. Niederschläge sind selten, doch es wehen stetig kühle Brisen aus der nahen Bucht.

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