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Donnerstag, 23. August 2012

Chilenisches Weingut Cono Sur gilt weltweit als anerkannter Spezialist für Pinot Noir

Die Spätburgunder des Weinguts Cono Sur, Chimbarongo/Chile, behaupten sich regelmäßig bei internationalen Verkostungen. Seit 1993 wachsen auf den Rebflächen des Erzeugers Pinot-Noir-Trauben - damals einzigartig in Chile. Sechs Jahre später ließ das Unternehmen einen eigenen Weinkeller speziell für diese Rebsorte bauen. Die Spätburgunder-Trauben werden streng nach Burgunder-Methode vinifiziert.

1999 rief Adolfo Hurtado, Direktor und Chief Winemaker von Cono Sur, das Projekt „Pinot Noir“ offiziell ins Leben. Für ihn war es eine reine Formsache, denn bereits seit einigen Jahren erzeugte das Weingut Spätburgunder für seine Premium-Linie „20 Barrels“. Zielsetzung des Projekts war und ist, den besten Pinot Noir Chiles und sogar den besten der Welt zu erzeugen: einzigartig, ausdrucksstark und stolz ob seiner Herkunft aus der „Neuen Welt“, nach traditioneller Burgunder-Methode ausgebaut.

Erreicht wurde das Ziel längst, denn allein der Top-Wein des Hauses, Ocio Pinot Noir, erhielt von internationalen Fachgremien mehrere Auszeichnungen. „Martin Prieur, der Flying Winemaker aus Burgund, beriet uns bei der Auswahl der am besten geeigneten Rebflächen und Terroirs in Chile sowie beim optimalen Rebmanagement. Sein Ansatz im Weinberg zielte darauf ab, möglichst niedrige Traubenerträge einzufahren und dabei Trauben mit möglichst hohen Säurewerten zu ernten. Eine Voraussetzung, um eine optimale Farbe und Entwicklung bei dieser Rebsorte zu erreichen“, berichtet Adolfo Hurtado, der mit dem Weinmaker der französischen Domaine Jacques Prieur aus dem Burgund seit vielen Jahren zusammenarbeitet.

Cono Sur: Chilenisches Weingut Cono Sur gilt weltweit als anerkannter Spezialist für Pinot Noir
Geschichte

1993 übernahm das Weingut Cono Sur den ersten Weinberg mit Spätburgunder-Reben in Chimbarongo in der Weinbauregion Rapel im Colchagua-Valley. Aus dieser Region stammen heute die Weine, deren Trauben bei der Ernte vollreif sind und die besten Beeren für die Weinerzeugung liefern. Nach ein paar Jahren als alleiniger Erzeuger für Spätburgunder im chilenischen Markt wurde deutlich, dass in diesem Land kein anderes Weingut Erfahrung mit Pinot-Noir-Trauben besaß. So entschied sich Adolfo Hurtado, seine gesammelte Erfahrung aus dem Colchagua-Valley auf andere Regionen zu übertragen. Er baute Pinot Noir in Bio Bio an, in San Antonio und in Casablanca und vinifizierte die Trauben gemeinsam mit denen aus dem Colchagua-Valley.

Für eine ruhmreiche Zukunft sah er eine optimale Vinifikation als Notwendigkeit an. 1999 erfüllte er dieses Ziel durch die Gründung des Pinot-Noir-Projektes. Ein eigener Weinkeller rein für den Ausbau der Pinot-Noir-Weine wurde in der Kellerei in Chimbarongo gebaut, 150 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Gemeinsam konstruiert mit Martin Prieur, dem Winemaker der französischen Domaine Jacques Prieur, und unter dessen beratendem Einfluss geführt, vinifiziert Cono Sur dort bis heute die Trauben nach klassischer Burgunder-Methode, um all ihre Sortimentsvarianten zu erhalten.

Ab diesem Zeitpunkt war Cono Sur in der Lage, die Trauben unterschiedlicher Lagen separat auszubauen. Nun konnte die Vinifikation jeder einzelnen Traube gerecht werden, den besten Konditionen entsprechend, um die besten Pinot Noirs zu erzeugen.

Maipo-Valley zeigte sich als nicht ganz so herausragende Pinot-Noir-Region, doch Biio Bio und San Antonio bewiesen die an sie erhofften Erwartungen. Casablanca dagegen übertraf alles bisher dagewesene.

Das Ergebnis: Cono Sur beschloss, den Anbau von Spätburgunder-Reben in der Region Casablanca zu steigern. Da das Gebiet sich nach Westen hin nahezu bis zum Pazifik erstreckt, herrscht dort kühles mediterranes Klima. Nebelig und kalt aufgrund des starken Einflusses des Meeres. Aromatisch reichhaltige Trauben mit intensiver Farbe reifen in dieser Zone langsam heran. Da die Gegend um Casablanca überwiegend flach und nur etwas hügelig durch die Ausläufer der Berge ist, nimmt der Anteil an Rebflächen in dieser Gegend weiterhin zu.

Methode der Pinot-Noir-Weinerzeugung bei Cono Sur

Mittlerweile wachsen die Pinot-Noir-Trauben bei Cono Sur in exakt definierten Parzellen, werden vorsichtig von Hand gelesen und in kleinen Kisten zur manuellen Selektion an den Sortiertisch angeliefert. Nach dem sorgfältigen Prüfen werden die Trauben sehr behutsam entrappt, damit die Beeren nicht verletzt oder gedrückt werden. Anschließend werden die Beeren in offenen Tanks bei sehr niedriger Temperatur nach der Methode der Kohlensäuremaischung (französisch: macération carbonique) für circa eine Woche vergoren, bevor aus ihnen der vergorene Saft mit den bloßen Füßen gepresst wird.

Durch diese beiden Methoden sowie durch manuelles Herunterdrücken des entstehenden Tresterhuts geben die Beerenhäute ihre rote Farbe langsam an den Maischebrei ab. Sobald die Fermentation abgeschlossen ist, wird der Wein allein durch Schwerkraft in neue Barriquefässer aus französischer Eiche umgelagert. Ein Umpumpen des Weins mit mechanischen Pumpen kommt für Cono Sur nicht in Frage, denn dadurch würde der Wein zu viel Natürlichkeit und somit auch Qualität verlieren. In den Fässern beginnt er seinen Reifeprozess.

Auszeichnungen für den Ocio Pinot Noir

2012 erteilte Robert Parker in The Wine Advocate http://www.erobertparker.com für den 2009er Ocio 91 Punkte. Im Wine Spectator 2010 und 2011 vergab die Jury ebenfalls jeweils 91 Punkte für den Wein. Bereits im Blog des Wine Spectators im Mai 2010 fand der 2008er Ocio Pinot Noir Erwähnung in einem Eintrag des Weinjournalisten James Molesworth als ’’vermutlich einer der besten chilenischen Spätburgunder’’.

Beim International Wine Challenge 2010 in UK erhielt der 2008er Ocio Pinot Noir des Weinguts Cono Sur die Casablanca Valley Trophy und die Chilean Pinot Noir Trophy. Der Wein wurde damit zum besten Vertreter des Spätburgunders aus Chile und aus dem Casablanca Valley gekürt.

Weitere Erfolge verzeichnete der 2008er Ocio Pinot Noir auch bei dem französischen Wettbewerb Citadelles du Vin 2010. Er gewann dort die Trophée Citadelles (Gold) du Vin 2010 und den Prix Special Pays. Letzterer wird von der Presse vergeben, die einen Wein aus weltweit 15 Regionen auswählt. In diesem Jahr waren über eintausend Weine angestellt und 60 internationale Verkoster saßen in der Jury.

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