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Sonntag, 13. Juli 2014

Gefälschte Brunello di Montalcino beschlagnahmt

Quelle: DECANTER
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Über 10.000 gefläschte Weine entdeckt. Das Consortio Brunello di Montalcino plant in dem Strafverfahren gegen die Fälscher als Nebenkläger aufzutreten. (© V. Lebedev)
ITALIEN (Montalcino) - Eine Fälschung im großen Stil hat die italienische Polizei aufgedeckt. Vermutliche Betrüger versuchten mittels gefälschter Etiketten Tausende von Weinflaschen Brunello di Montalcino und Chianti Classico in den Verkehr zu bringen. Wie ihre Kollegen in Frankreich könnten nun auch die Erzeuger rund um Montalcino und im Chianti Absatzprobleme bekommen und einen Imageschaden davontragen.
Genaue Angaben zu den Ermittlungen und Fälschungen sind zur Zeit noch nicht zu erfahren. Doch dieser Fall hat Enttäuschung und Wut bei den betroffenen Produzenten ausgelöst, wie in den regionalen Medien zu lesen ist. "Diese Affäre ist nicht nur ein Schaden für eine große internationale Marke, sondern auch für die hochwertige Weinproduktion in Italien als Ganzes", sagt Fabrizio Bindocci, Präsident des Consortio Brunello di Montalcino. "Es gibt keinerlei Beweise, dass die Weinproduzenten der Region beteiligt sind. Die Fälscher agieren von weit außerhalb und haben ansonsten nichts mit Wein zu tun."
Das Consortio Brunello di Montalcino plant in dem Strafverfahren gegen die Fälscher als Nebenkläger aufzutreten. Währenddessen loben die Hersteller der betroffenen Regionen die Arbeit der ermittelten Behörden und der Polizei. "So schwer uns dieser Fälscherskandal trifft, so gut ist es, dass die Akteure erwischt wurden", sagt Olalla Lopez-Corona, Exportmanagerin bei Barone Ricasoli. "Wir danken den Behörden für ihre Arbeit und konsequenten Kontrollen." (red.yoopress)
 
 
 
 

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