Dienstag, 14. Januar 2014

Der Sieger unserer Spätburgunder Verkostung:Jean Stodden Spätburgunder 'JS' 2009


Der Jean Stodden Spätburgunder JS ist eine Cuvée der besten Spätburgundertrauben aus den Steillagenweinbergen in Rech und Dernau entlang der Ahr. Das handgelesene Lesegut wurde streng selektiert. Nur die besten Trauben wurden für diese Reserve ausgesucht.

Im Glas präsentiert sich der Wein mit einem intensiven Burgunderrot und violetten Reflexen. In der Nase begeistert der Spätburgunder JS mit einem sinnesbetörenden Duft nach Kirschen, schwarzen Johannisbeeren und Minze.

Am Gaumen zeigt dieser Rotwein seinen vollen Geschmack mit würzig-schokoladiger Note und weichen Tanninen. Ein langer Abgang rundet das Geschmacksbild ab. Ein absoluter Gaumenschmeichler der sowohl solo getrunken werden kann, aber auch dunkles Fleisch und Lammgerichte hervorragend abrundet.

Rotweingut Jean Stodden
Das Rotweingut Jean Stodden liegt im oberen Teil des Ahrtals, in Rech. Auf den 6,5 ha des Gutes werden hauptsächlich rote Rebsorten angebaut. Das Weingut ist seit 2005 Mitglied im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (kurz VDP).
Das Weingut bewirtschaftet ca. 6,5 ha. Rebfläche in den teils sehr steilen Weinbergen an der Ahr. Diese Lagen sind durch den hohen Schiefer-Anteil in den Böden und die Schieferwände geprägt. Diese bieten den Reben ein bevorzugtes Klima, denn sie speichern im Sommer tagsüber die Wärme und geben sie nachts wieder an die Reben ab.

Die Familie Stodden baut seit dem Jahr 1578 Weintrauben an. Erst im Jahr 1900 begann Alois Stodden mit dem Weinausbau des Spätburgunders auf seinem Hof. Gerhard Stodden leitete das Weingut bis zu seinem Tode im Januar 2013, sein ältester Sohn Alexander war jedoch bereits seit Anfang 2000 ebenfalls an der Leitung beteiligt und engagierte sich im Bereich Marketing. Seit 2011 leitete er das Gut gemeinsam mit seinem Vater, nun hat er die Führung allein übernommen.

Wein ist Lebensgefühl

Sonntag, 12. Januar 2014

The sexiest wine in the world!! Messaline Corbières Boutenac 2011

Darf man für einen Wein mit einer der größten Nymphomaninnen der Weltgeschichte werben? Wenn ein Wein so geil schmeckt wie der Messaline 2011, dann sagen wir ja, man darf!

Le Cellier des Demoiselles ‘Messaline’ Corbières-Boutenac A.C. 2011 (Sollten Sie hier nur Text sehen, aktivieren Sie bitte die Bilder für diese E-Mail)
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Donnerstag, 9. Januar 2014

Peter Lehmann Wildcard Cabernet Merlot mit 30 % Rabatt

Ein tolles Angebot gibt es im Moment bei Vinexus: 6 Flaschen Peter Lehmann Wildcard Cabernet Merlot für 39,90 € statt 57,--€ !

Peter Lehmann Wildcard Cabernet / Merlot 2010

Peter Lehmann, der Baron des Barossa Valleys und eine Legende für australischen Wein. Die Wildcard-Linie machte Peter Lehmann weltweit zu einem angesehenen Winzer und "Big-Player" - kein Wunder, denn die "wildcard" ist der Joker beim Kartenspiel!

Auch dieser Wildcard Cabernet/Merlot erfüllt die typischen Eigenschaften eines Wildcards: Tolle Struktur, Rebsortencharakter und eine volle Frucht.

Im Glas funkelt der Rotwein in einem tiefdunklen Granatrot. Die Nase ist erfüllt von Assoziationen von süßer Schokolade und fruchtigen Brombeeren. Dazu ein wenig Gewürz und warme, strukturierende Holznoten.

Am Gaumen ist der Blend von Peter Lehmann eindrucksvoll kräftig. Die Säure ergänzt schön die Holznoten und passt sich dem mittelkräftigen Körper an. Die Tannine sind weich, süßlich und reif. Der Wildcard Cabernet/ Merlot ist ein sehr fruchtbetonter Wein.

Hier können Sie den Wein bestellen

Weitere Weine von Peter Lehmann finden Sie hier

Mittwoch, 8. Januar 2014

Markus Del Monego moderiert das 2. Internationale Spätburgunder Symposium im März 2014

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Alexander A. Kohnen (li), CEO des International Wine Instituts und Frank Mies von der Shapefruit AG sind die Veranstalter des International Spätburgunder Symposiums. (© Dominik Ketz)
DEUTSCHLAND (Bad Neuenahr) - Im Ahrtal findet vom 8. bis 9. März 2014 zum zweiten Mal das Internationale Spätburgunder Symposium und damit eine weltweit bemerkenswerte Spätburgunder-Verkostung statt. Auf Einladung des International Wine Institutes und der shapefruit AG kommen die internationale Elite der Spätburgunder-Erzeugung, die Top-Gastronomie und der Weinfachhandel zum internationalen Austausch und einzigartigen Vergleich von Spitzengewächsen zusammen.
Spätburgunder gehört zu den ganz großen Rebsorten in der Welt. Aus ihr entstehen elegante, komplexe und sinnliche Rotweine, deren vielfältige und vielschichtige Ausdrucksformen je nach Terroir variieren. In Deutschland wird, nach den USA und Frankreich, am meisten Spätburgunder angebaut und vermarktet. Das Internationale Spätburgunder Symposium bietet den Akteuren der führenden Spätburgunder-Regionen die Möglichkeit kontinentübergreifend zusammenzuarbeiten, sich auszutauschen und Ihre besonderen Erzeugnisse zu präsentieren. Aus diesem Grund veranstalten das International Wine Institute und die shapefruit AG das Internationale Spätburgunder Symposium.
Inhaber und Geschäftsführer des International Wine Institutes (IWI) Alexander Kohnen konnte erneut weltweit anerkannte Referenten aus der Weinerzeugung, der Sommelerie und aus dem Weinhandel für das Internationale Spätburgunder Symposium gewinnen. Sie zeigen neueste Trends auf, berichten über ihre Erfahrungen im Ausbau, die Vermarktungs- und Marketingbesonderheiten und die zu erwartenden Marktperspektiven des Spätburgunders auf den internationalen Märkten und laden zur Fachdiskussion ein. Für den reibungslosen Ablauf, die Marketingbegleitung und die technische Umsetzung des Symposiums sorgt die shapefruit AG.
Markus Del Monego, Weltmeister der Sommeliers 1998 und Master of Wine, wird - wie schon 2012 - das Symposium begleiten und moderieren. Und damit nicht genug - am Abend des 8.3.2014 findet eine ganz besondere Spätburgunder-Gala statt. 2-Sterne-Koch Hans Stefan Steinheuer vom Restaurant „Zur Alten Post“ serviert ein exklusives 5-Gang-Menü, das in Gänze auf Spätburgunder ausgerichtet ist. Dazu wird dann eine Weinbegleitung mit 10 verschiedenen großen Spätburgundern zu genießen sein, die Markus del Monego live kommentiert. An diesem Abend sind weininteressierte Gäste willkommen gemeinsam mit Top-Winzern und Prominenz aus Politik und Journalismus diesen einmaligen Event zu genießen.
Eine Tischpräsentation am Sonntag, 9.3.2014, ist dann ein weiteres Highlight des Internationalen Spätburgunder Symposiums. Zu degustieren gibt es Weine der besten deutschen Spätburgunderwinzer und vieler internationaler Winzer aus Frankreich, Südafrika, Nordamerika, Österreich, Südtirol, Schweiz und Neuseeland, die jeweils vier ihrer Spätburgunder anstellen. Insgesamt werden rund 200 verschiedene Spätburgunder von etwa 50 Winzern zu verkosten und bewerten sein. Seminare und Workshops rund um den Spätburgunder runden das Programm an diesem Tag für das Fachpublikum ab.
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Spätburgunder Symposium - Tischpräsentation
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Spätburgunder Symposium - Seminare
Zwiesel Kristallglas ist nach 2012 auch in 2014 wieder Hauptsponsor des Symposiums. Für die Degustationen stehen Gläser der hochwertigen, mundgeblasenen Gourmet-Glasserie „THE FIRST“ zur Verfügung. Außerdem stellt das Unternehmen in einer Sonderschau die neue handgemachte Gourmet-Glasserie "Wine Classics" vor. „In der Form des Glases spiegelt sich die Seele des Weines. Unsere mundgeblasenen Kristallgläser sind von exklusivem und funktionalem Design, bilden feinste Farbnuancen sowie Textur- und Aromastrukturen ab und erfüllen somit höchste Ansprüche jedes Wein-Connaisseurs. Das können die Teilnehmer in dem Aromen-Seminar live erleben“, sagt Gerhard Frank, Marketingleiter der Zwiesel Kristallglas AG.
Weitere Sponsoren und Partner des Symposiums sind der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG, Neue Dorint AG und das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz. (red.yoopress)
 
Wein für Individualisten

Dienstag, 7. Januar 2014

Wein des Monats: Château Grand Jour Cuvée de la Famille 2011

Lässt die Herzen aller Bordeaux-Freunde höher schlagen!


Der Château Grand Jour ist eine klassische Bordeaux-Cuvée aus Merlot und Cabernet, in dem die Merlot-Traube dominiert. Sie verleiht dem feinen Gewächs seine elegante weiche Art, während der Cabernet Sauvignon Struktur und sanfte Tannine beisteuert und der kleine Anteil Cabernet Franc die Komposition mit delikaten Fruchtaromen bereichert.
In brillantem Dunkelrot mit rubinfarbenen Reflexen kommt der elegante Bordeaux ins Glas, wo er die Nase mit komplexen Noten von kandierten Kirschen, etwas Pflaume und zarten Vanille-Einsprengseln verwöhnt. Sehr angenehm am Gaumen, weich und füllig schmiegt er sich an mit schöner Balance.
Der Château Grand Jour weist mit seinem samtig harmonischen Charakter gerade jene Eigenschaften eines klassischen Bordeaux auf, die ihn weltweit zu einem der beliebtesten Weine überhaupt gemacht haben!
Bleibt noch die Frage, woher der Name "Grand Jour" stammt. Unter der Königsherrschaft bezeichnete man als "Grands Jours" (Grosse Tage) die ausserordentlichen Gerichte, die von den "Parlamenten" eingesetzt worden waren und denen ein königlicher Kommisar vorstand. Sie waren gegründet worden um kriminelle und zivile Straftaten zu richten, aber dienten auch dem Zweck, die Ordnung und den zivilen Frieden in den Provinzen wieder herzustellen, so auch in Bordeaux.
1453 wurden die Enländer, die Aquitanien seit mehr als hundert Jahren besetzt hatten, von den Truppen des französischen Königs Charles VII bei Castillon an der Gironde geschlagen. Die Winzer in Bordeaux, die bis dahin ihren gesamten Wein nach England verkauften, sahen ihren Exporthandel schmelzen und ihren Wohlstand bedroht. Einige dieser grossen Winzer und Händler widersetzten sich energisch der neuen Verwaltung, die von Charles VII, einem Sohn der Isabeau von Bayern, eingesetzt worden war.
Dieser löste daraufhin das Parlament in Bordeaux auf und ließ vom 2. September 1456 bis zum September 1459 mehrmals das Parlament von Paris für diese « Grands Jours » tagen.
Zur Vergeltung wurden während dieses Zeitraums zahlreiche Weingüter, die königsfeindlichen, englandfreundlichen Bourgeois aus Bordeaux gehörten, von diesen Gerichten konfisziert und königstreuen Familien zugewiesen. Mehrere dieser Weingüter erhielten daraufhin den Namen "Grand Jour". Einige von ihnen behielten diesen Namen über Jahrhunderte fort. So auch dieses Weingut, dass seit 1974 der Famille Jean Guillot gehört, wie auch das benachbarte Château de Bouteilley, das sich seit 1617 im Familienbesitz befindet.
Auszeichnungen
Silber Concours de Bordeaux Vins d'Aquitaine JG 2005

 Hier können Sie den Wein für 13,69 € bestellen

Sonntag, 5. Januar 2014

RIP Sie verließen 2013 die Weinszene

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Helmut Solter, Achim Niederberger, Peter Lehmann, Wolfgang Hehle, Michael Symington, Gerhard Stodden
DEUTSCHLAND (Würzburg) - Sie galten als Pioniere im Weinbau, sie waren die Hoffnung ihrer Familien, sie durchlebten ein turbulentes Unternehmerdasein, sie schrieben Geschichte, sie brachen Strukturen auf und waren Vorbilder für die Ihnen nachfolgende Generation, sie schauten nach vorn und waren unbeirrt bis..., ja bis sie von uns gingen.
Es war der Krebs der vorbeischaute, es war das Unglück, das uns immer noch unglaublich erscheint, es war die lange Krankheit, die den Körper besiegte, es war das hohe Alter - sie alle forderten ihren Tribut.
Im Rückblick und in Erinnerung an Gerhard Stodden, Michael Symington, Wolfgang Hehle, Peter Lehmann, Achim Niederberger, Helmut Solter gedenken wir am Ende diesen Jahres ebenso wie auch an alle hier Ungenannten, die für ihre Familien, Freunde und Partner ein schmerzlicher Verlust waren und sind. (a.wirtzfeld)


2013-01_stodden JANUAR 2013: "Ahrwinzer Gerhard Stodden: Tod auf dem Laufband" - Man fühlt sich im ersten Moment an den klassischen Satz von Winston Churchill erinnert. „Sport ist Mord“, wird dem einstigen englischen Premierminister zugeschrieben. Als Gerhard Stodden, Winzer in Rech an der Ahr, das tat, was viele nach den Feiertagen tun, nämlich fit für den Frühling zu werden, ereilte ihn das Schicksal...


2013-01_mscbe1 FEBRUAR 2013: "Gründervater Michael Symington verstorben"- Michael Symington, CBE und Oberhaupt der renommierten portugiesischen Weindynastie ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Der Vater des derzeit Vorsitzenden der Symington Family Estates, Paul Symington, schaffte die Grundlagen für den Erfolg des familiengeführten Unternehmens. Symington Estates ist heute der...


201303_hehle1 MÄRZ 2013: "Trauer um Ahr-Winzer Wolfgang Hehle vom Deutzerhof"- Er stammte aus einer Bäckerei, wollte aber scheinbar nie kleine Brötchen backen und eigentlich Steuerberater werden. Aber dann lernte Wolfgang Hehle in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Mayschoß im Ahrtal eine Winzertochter namens Hella kennen, die ihm den Wein schmackhaft machte. Auch deren Vater Alfred Cossmann nahm...


lehmann1 JULI 2013: "Peter Lehmann: Nachruf auf den Baron von Barossa"- Einer der bekanntesten und beliebtesten Winzer Australiens, Peter Lehmann, verstarb am vergangenen Wochenende im Alter von 82 Jahren. Für seine Kollegen und für alle Weinliebhaber australischer Weine war Lehmann gleichbedeutend mit dem Barossa Valley. Als „Baron des Barossa“ liebevoll tituliert wurde...


niederberger1 JULI 2013: "Nach dem Tod von Achim Niederberger: Witwe Jana übernimmt, alles geht weiter"- Nur etwa zehn Leute aus seinem engen beruflichen und privaten Umfeld waren eingeweiht. Gerüchte gab es dennoch schon vor über einem Jahr, dass es dem Pfälzer Unternehmer Achim Niederberger gesundheitlich schlecht geht. Jetzt wurde daraus traurige Gewissheit. Am...


Helmut-Solter-Sekthaus-Rheingau-Rüdesheim NOVEMBER 2013: "Helmut Solter: Abschied von einem großen Sektmacher"- Ein Motto ist auf der Homepage zu finden. „Anstatt trockener Worte genießen wir lieber das Leben – mit einem Glas Sekt in der Hand.“ Aktuell wurde noch verkündet, dass der 17. Oktober der letzte Lesetag des Jahrgangs 2013 war und gesunde Trauben ideal für die Gewinnung eines sehr...

Mittwoch, 1. Januar 2014

Rückruf für 1,9 Millionen Flaschen Billigwein

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Beachten Sie den Rückruf der ZGM. (© Belamy)
DEUTSCHLAND (Zell) - Frohe Weihnachten wollte sich vermutlich niemand in der Kellerei Zimmermann-Graeff & Müller in Zell an der Mosel wünschen. Denn am 23. Dezember musste eine elf Tage zuvor begonnene Rückrufaktion für einige deutsche Literweine in der Preisklasse um zwei Euro deutlich ausgeweitet werden. Aus ursprünglich 86 000 wurden „im Sinne einer umfassenden Vorsorge“ etwa 1,9 Millionen Flaschen, verteilt auf 80 liebliche und halbtrockene Weiß- und Rotweine vor allem aus der Pfalz und Rheinhessen, die in den Regalen von rund 25 Handelsketten und Discounter standen.
Grund: Die Möglichkeit der Nachgärung in den Flaschen, weil in einer Abfüllanlage Filter offenbar nicht richtig funktionierten hatten. Dadurch kann es zu erhöhtem Druck kommen, dass Flaschen platzen, ist nicht auszuschließen. Die genaue Ursache des Defekts konnte auch bei umfangreichen technischen Analysen nicht ganz geklärt werden. Deshalb listete die Kellerei vorsorglich alle in einem bestimmten Zeitraum von der Maschine abgefüllten Flaschen auf, damit sie vom Handel und Verbrauchern retourniert werden können. Auch zur Entsorgung in einem Plastikbeutel wird geraten; der Kaufpreis werde sogar ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet.
Das betroffene Unternehmen ZGM gehört zu den größten Kellereien in Deutschland. Der Absatz liegt bei rund 55 Mio. Liter im Jahr, der Umsatz soll sich auf rund 150 Mio. Euro belaufen. Zum Familienbetrieb, geführt von Johannes Hübinger, dem Urenkel des Gründers Jacob Zimmermann, gehören einige in den letzten 20 Jahren übernommene Kellereien wie Ewald Theod. Drathen, Rudolf Müller (Mosel) und Lorch (Pfalz). Über 1000 Winzer vorwiegend aus Rheinhessen und der Pfalz liefern Trauben oder Fasswein, auch für die zahlreichen Marken des Hauses, von denen einige auf der kritischen Liste stehen.
Welche Konsequenzen die Rückrufaktion hat, ist nicht bekannt. Aber die Handelsbranche ist es gewöhnt, mit solchen Dingen umzugehen. Aktuell hat ein Apfelschorle-Hersteller das gleiche Problem. Die Flaschen können bersten, wird in einem Rückruf-Portal im Internet verkündet. Vor Salmonellen in der Wurst und Listerien in Käse wird in unschöner Regelmäßigkeit gewarnt. Aktuell finden sich zum Beispiel noch Warnungen vor Metalldrähten in Laugenbrezeln, Glassplittern in Milchbrei und Holzstücken in Baquettes. Mahlzeit! Da mutet das Risiko, dass eventuell Flaschen platzen können, schon fast wieder harmlos an.
Auf jeden Fall sind diese möglichen Nachgärungen erheblich preiswerter als die vielleicht bislang teuerste derartige Fehlentwicklung bei einem Wein. Die rare Weinlegende 1945 Château Petrus hatte ein Kölner Sammler einst für rund 5000 D-Mark gekauft und einige Jahre später in einem kleinen Kreis von Genießern geöffnet. Als der Wein in die Gläser floss, prickelte es merklich und zeigte sich weißer Schaum. „Schmeckt etwas wie Lambrusco“, musste bei dieser Nachgärung festgestellt werden. (r.knoll)
Quelle: Yoopress