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Montag, 27. Januar 2014

Ein Wein der " Die Drecksau " heißt !!?? J. L. Wolf Phaia Die Drecksau

Phaia "Die Drecksau": Dieser Rotwein setzt Phaia ein Denkmal - jener mythischen Wildsau die einst vom Helden Theseus erlegt wurde. Manche Weinfans finden die Spätburgunder der Villa Wolf (Weingut von Ernie Loosen in der Pfalz) zu elegant und kultiviert und wünschen sich eine wilde dunkle Drecksau. Hier ist sie: Phaia die Drecksau!



Bei dem Namen des Phaia "Die Drecksau" bediente sich das Weingut J. L. Wolf der griechischen Mythologie: Der Sage nach terrorisierte die Wildsau Phaia die Gegend rund um das Dorf Krommyon nahe Korinth, woraufhin der Held Theseus ausgeschickt wurde – und sie tötet. Für den hiervon inspirierten Wein verschnitt das Weingut J. L. Wolf die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Cabernet Dorsa, Merlot und Dunkelfelder. Die Reben stehen auf Böden mit einem hohen mineralischen Anteil, den sie auch an die reifen Trauben übertrugen – was sich natürlich auch im Geschmack des Rotweins äußert. Nach der Traubenlese und der Vinifikation reifte der Wein neun Monate lang in Eichenfässern, von denen ein Drittel neu und zwei Drittel gebraucht waren.

Macher Ernie Loosen über seine 'Wildsau': "Dem ein oder anderen Weinfan waren unsere Spätburgunder zu elegant und kultiviert. Sie wünschten sich von uns etwas Rotes mit mehr Stoff und Wums – eine tiefe, dunkle Wildsau. So entstand die Idee zur „Phaia“ – einer herrlich kraftvollen Cuvée aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Cabernet Dorsa, Merlot und Dunkelfelder. Die Reben zu diesem Rotwein stehen auf Böden mit einem hohen mineralischen Anteil, den sie auch an die reifen Trauben übertragen – was sich natürlich im Geschmack des Rotweins äußert. Nach der Traubenlese und der Vinifikation reift der Wein mindestens neun Monate lang in Eichenfässern, von denen zwei Drittel neu und ein Drittel gebraucht sind. Ähnlich wie bei der Entwicklung der Ausstattung in Form von Flasche und Etikett, waren wir auch bei der Namensgebung auf der Suche nach etwas sehr Prägnantem, Außergewöhnlichem. Die Flasche erinnert an uralte Bordeauxs aber auch Portweine; das Etikett wurde entworfen von zwei jungen, wilden Grafikern aus den USA.

Ein sehr guter Rotwein aus Deutschland wie ich finde. Tolles und intensives Bukett von Cassis, Kirsche, Vanille, Holz, Kräutern und mineralischen Noten. Geschmacklich vielschichtig, kräftig, trocken, beerig, mit langem Abgang und mittlerem Körper. Kein "glatter" Gaumenschmeichler, dennoch sehr gut und sofort trinkbar, zugänglich. Gute Balance zwischen Säure und Tanninen, beides sehr präsent. Mehrfach in kleiner Runde ausgeschenkt, kam Phaia immer sehr gut an.

Das Weingut J. L. Wolf wurde bereits 1756 in der Pfalz gegründet und kann sich daher zu den Traditionsbetrieben in Deutschland zählen. Zwar verlor das Weingut gegen Ende des 20. Jahrhunderts an Bedeutung, doch setzt 1996 der ersehnte Umbruch ein: In jenem Jahr übernahm der berühmte Ernst Loosen vom Weingut Dr. Loosen den Betrieb – seitdem geht es mit dem Weingut wieder aufwärts, was sich mit den kreativen und hochwertigen Weinen erklären lässt.

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