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Mittwoch, 19. Februar 2014

Bordeaux 2013: "Ein schrecklicher Jahrgang"

Zur vorläufigen Absage von Chateau Le Pin gesellen sich jetzt nach und nach weitere Güter, die ihre Teilnahme ebenfalls abblasen. Bereits letzte Woche hat Château Malescasse bekannt gegeben, überhaupt keine Weine aus 2013 zu produzieren. Alle Erzeuger sind sich einig: 2013 war der schlechteste Jahrgang seit mindestens 20 Jahren. Nur die wohlhabenden Châteaux sind diejenigen, die über halbwegs ausreichende Mengen verfügen. Allerdings konnte Château Lafite nur 30 Prozent seiner Ernte für seinen Grand Vin verwenden - in 2011 waren es 38 Prozent gegenüber 40 Prozent in 2010.
enprimeur
Optimisten sprechen aktuell davon, dass der Jahrgang 2013 trotz der kleinen Mengen sehr gute Weine hervorbringen könnte. "Es ist ein Jahrgang der Reichen, denn sie hatten alle Mittel, finanziell, technisch und personell, um das Nötige zu tun", sagt der bekannte Weinberater Stéphane Derenoncourt. "Insgesamt gesehen ist 2013 ein schrecklicher Jahrgang, der eigentlich überhaupt keiner war."

Und Stephen Browett, Vorsitzender des in Großbritannien ansässigen Handelshauses Farr Vintners meint: "Mit 2013 erwarten wir ein sehr bescheidenes Weinjahr - eigentlich könnte man sich die En Primeur Kampagne sparen. Bei unseren Kunden konnten wir bisher kein Interesse an diesem Jahrgang feststellen."

Die großen Negociants in Bordeaux konzentrieren sich auf die Preise, die sich nach deren Meinung gegenüber der letztjährigen Kampagne merklich senken müssten. Dennoch wird die diesjährige En Primeur Kampagne, organisiert von der Union de Grand Crus, stattfinden und am 31. März starten.(red.yoopress)

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